Landwirtschaft

Ernte 2017: weniger Erdbeeren und mehr Gemüse im Norden

2017 fiel die Erdbeerernte schlecht aus  (Archivbild)

2017 fiel die Erdbeerernte schlecht aus (Archivbild)

Foto: picture alliance/chromorange

2017 konnten nur 8000 Tonnen der beliebten Früchte geerntet werden. Anbauflächen für Spargel steigen.

Kiel/Hamburg.  Mit 307.900 Tonnen Freilandgemüse hat die Ernte 2017 gut drei Prozent über dem Vorjahresergebnis gelegen. Allerdings war die Anbaufläche mit 7641 Hektar im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent größer, wie das Statistikamt Nord am Montag in Hamburg mitteilte. Das nasse Wetter sorgte bei einigen Gemüse- und Obstsorten für niedrige Erträge. Beim Weißkohl lag der Durchschnittsertrag von 707 Dezitonnen klar unter dem sechsjährigen Durchschnitt von 758 Dezitonnen. Eine Dezitonne hat 100 Kilogramm.

Besonders schlecht fiel die Erdbeerernte aus: 97,4 Dezitonnen pro Hektar bedeuteten den niedrigsten Wert seit 2004. So konnten 2017 nur rund 8000 Tonnen der beliebten Früchte geerntet werden – im Jahr zuvor waren es noch fast 10.000 Tonnen gewesen.

Positiv ist dagegen die Entwicklung beim Spargel. Die Anbaufläche steigt seit Jahren – von 127 Hektar im Jahr 2012 auf inzwischen 505 Hektar (2016: 480 Hektar). Der Gesamtertrag stieg von knapp 1750 Tonnen im Jahr 2016 auf 2000 Tonnen Spargel in 2017.

Auf dem größten Teil der Freilandflächen in Schleswig-Holstein wurden Kopfkohl, Möhren und Spargel angebaut. Die Anbaufläche für Kopfkohl (Rot-, Weiß- und Wirsingkohl) umfasste 3309 Hektar und damit 51 Prozent der gesamten Gemüseanbauflächen (2016: 53 Prozent). Knapp ein Fünftel der gesamten Gemüseanbaufläche im Freiland (1506 Hektar) wurde nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet.