Schleswig-Holstein

Atomkraftwerk Brunsbüttel ab 2031 wieder „grüne Wiese“?

Blick das Atomkraftwerk in Brunsbüttel (Schleswig-Holstein).  Der Brunsbütteler Reaktor ist nach diversen Pannen seit 2007 vom Netz

Blick das Atomkraftwerk in Brunsbüttel (Schleswig-Holstein). Der Brunsbütteler Reaktor ist nach diversen Pannen seit 2007 vom Netz

Foto: Carsten Rehder / dpa

Für vollständigen Rückbau des Atommeilers rechnet Betreiber Vattenfall mit 10 bis 15 Jahren. Abriss-Genehmigung für 2018 erwartet.

Brunsbüttel.  Das Atomkraftwerk Brunsbüttel soll abgerissen werden. 2031 könnte anstelle des Meilers dort wieder eine „grüne Wiese“ sein, sagte AKW-Chef Markus Willicks am Dienstag. Die Abriss-Genehmigung wurde 2012 beantragt. „Wir gehen davon aus, dass wir die Genehmigung Anfang, Mitte 2018 bekommen“, sagt Willicks. Für den vollständigen Rückbau des Atommeilers rechnet Betreiber Vattenfall mit 10 bis 15 Jahren.

Der Meiler in Brunsbüttel hat laut Umweltministerium ungefähr 300.000 Tonnen Masse. Rund 90 Prozent davon sind „Bauschutt“ und gelten als unbelastet. Übrig bleiben neben den Brennelementen und anderen stark kontaminierten Materialien noch 20 000 bis 30 000 Tonnen schwach radioaktive Abfälle, die dekontaminiert werden müssen.

Umweltschützer kämpfen gegen diese Art des Rückbaus

Umweltschützer kämpfen gegen diese Art des Rückbaus. Es könne zu einer höheren radioaktiven Belastung kommen als beim Normalbetrieb, begründete Karsten Hinrichsen von der Initiative „Brokdorf akut“ den Widerstand. Er forderte, die 20.000 bis 30.000 Tonnen schwach radioaktive Abfälle auf dem AKW-Gelände zu lagern.

Der Brunsbütteler Reaktor ist nach diversen Pannen seit 2007 vom Netz.