Schleswig-Holstein

Keine Brennelemente mehr in Brunsbüttel

Vattenfall beantragte vor fünf Jahren den Rückbau des Kernkraftwerks Brunsbüttel

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Vattenfall beantragte vor fünf Jahren den Rückbau des Kernkraftwerks Brunsbüttel

Die letzten Brennstäbe wurden aus dem Reaktorgebäude entfernt, Umweltminister Habeck spricht von "historischem Schritt".

Kiel. Das Reaktorgebäude des abgeschalteten Atomkraftwerks Brunsbüttel ist frei von Brennelementen. Wie die Atomaufsicht in Kiel am Mittwoch bekanntgab, hat Betreiber Vattenfall die letzten bestrahlten Elemente in einen Castor-Behälter verladen und in das Standortzwischenlager auf dem Kraftwerksgelände gebracht. Es war der letzte von elf Behältern, die für die Räumung nötig waren.

"Es ist ein historischer Schritt", sagte Energieminister Robert Habeck (Grüne). Erstmals nach 41 Jahren seien keine bestrahlten Brennelemente mehr in dem Reaktorgebäude. Damit sei das erste Akw im Land brennelementefrei. Es ist infolge technischer Pannen seit zehn Jahren vom Netz und verlor 2011 im Zusammenhang mit dem Atomausstieg die sogenannte Berechtigung zum Leistungsbetrieb.

Wesentliche Voraussetzung für Rückbau Brunsbüttels erfüllt

2012 beantragte Vattenfall die Stilllegung und den Abbau. Mit der Brennelementefreiheit sei eine wesentliche Voraussetzung für den vollständigen Rückbau erfüllt, sagte Habeck. So könne der Rückbau sicherer vorbereitet werden.

"Die Brennelemente sind im Gebäude des Standortzwischenlagers sicherer aufgehoben als im Reaktorgebäude", sagte Habeck. So werde anders als im Reaktordruckbehälter nun keine aktive Kühlung mehr benötigt. Zudem bildeten die Castor-Behälter eine zusätzliche Barriere und das Standortzwischenlager biete gegenüber dem aus den Siebzigerjahren stammenden Reaktorgebäude einen besseren Schutz gegen Einwirkungen von außen, hieß es weiter.

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