Studie

Stormarn hat die größten Zukunftschancen im Norden

Historische Häuser in Bad Oldesloe, dem Sitz der Verwaltung des Kreises Stormarn

Historische Häuser in Bad Oldesloe, dem Sitz der Verwaltung des Kreises Stormarn

Foto: imago stock&people

Im "Prognos Zukunftsatlas" schneiden Schleswig-Holsteins Kreise und Städte schlecht ab. Einen Lichtblick gibt‘s im Hamburger Umland.

Frankfurt/Kiel.  Bei der Wirtschaftskraft kann der Norden mit dem boomenden Süden weiter nicht mithalten. In dem am Freitag veröffentlichten „Prognos Zukunftsatlas 2016“ schneiden die Kreise und kreisfreien Städte Schleswig-Holsteins bescheiden ab. Die größten Zukunftschancen bescheinigt das Forschungsinstitut dem Landkreis München, der Stadt München und der Stadt Ingolstadt. In solchen Regionen konzentrieren sich starke Industrieunternehmen und Dienstleistungen. Spitze im Norden ist Stormarn auf Platz 75, bei insgesamt 402 kreisfreien Städten und Kreisen.

Lichtblicke gibt es im Norden auch. So verbesserte sich die nun auf Platz 147 stehende Stadt Flensburg im Vergleich zu 2013 um 67 Ränge und gegenüber 2004 sogar um 140. Damit landete Flensburg im Ranking der Aufsteiger auf Platz 5. Dagegen rutschte Dithmarschen seit 2013 um 82 Plätze auf Rang 327 ab. Die weiteren Platzierungen: Segeberg (138), Kiel (174), Pinneberg (180), Rendsburg-Eckernförde (192), Herzogtum Lauenburg (203), Nordfriesland (271), Steinburg (277), Schleswig-Flensburg (293), Ostholstein (306), Plön (322), Lübeck (329), Neumünster (356).

Die Studie Prognos

Für die Studie untersucht Prognos alle drei Jahre die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit aller 402 kreisfreien Städte und Landkreise Deutschlands. Dabei werden 29 Indikatoren zur Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft, zur Konjunktur- und Arbeitsmarktlage sowie zur demografischen Situation und zur sozialen Lage berücksichtigt.