Meldorf

Badespaß vor Mitternacht endet auf Polizeirevier

Freibäder sollte man auch bei großer Hitze nur zu den Öffnungszeiten aufsuchen

Freibäder sollte man auch bei großer Hitze nur zu den Öffnungszeiten aufsuchen

Foto: Wolfram Kastl / dpa

Drei junge Leute suchten Abkühlung im Freibad. Doch dann standen kurz vor Mitternacht plötzlich Polizisten vor ihnen.

Meldorf. Das momentan warme Wetter mit Sahara-Temperaturen lädt zum Freibadbesuch ein. Das sagten sich am Donnerstag wohl auch zwei junge Männer (14/19) sowie eine Schülerin (13) aus Meldorf im Kreis Dithmarschen. Allerdings setzten sie ihr Vorhaben erst nach Sonnenuntergang und nach den Öffnungszeiten gegen 23 Uhr in die Tat um.

Auf der Liegewiese des Schwimmbads fand sie dann eine Polizeistreife. Die Polizei machte dem Trio klar, dass seine Idee nicht ganz so gut war, wie es angenommen hatte: Alle drei hatten sich des „Hausfriedensbruchs“ (§ 123 Strafgesetzbuch) strafbar gemacht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten sie das Freibad in Richtung Heimat verlassen.

Waren sie nur zu dritt?

Aus dem Polizeibericht geht hervor, dass die drei Beschuldigten „einsichtig“ waren und den Vorfall mit ihren Eltern besprechen wollen. Sollten sie das vergessen, können sie schon jetzt sicher sein, dass es spätestens dann zuhause rauskommt, wenn die Post der Polizei Post im Briefkasten liegt.

Deutliche Worte findet Polizeisprecher Hermann Schwichtenberg für eine vierte Person, die sich zur gleichen Zeit im Schwimmbad aufgehalten hat: „Nicht sehr rühmlich“, findet er, „denn wer Mist baut, muss auch dafür geradestehen. So sind nun einmal die Spielregeln des Lebens.“ Außerdem: „Wie steht der Flüchtige denn jetzt vor seinen Freunden dar?“ (HA)