Vorwurf der Misshandlung

Jugendamt droht Friesenhof mit Entzug der Betriebserlaubnis

Das „Friesenhof“-Jugendheim in Hedwigenkoog (Schleswig-Holstein). Die Heimleitung weist Vorwürfe, nach denen in den Heimen Jugendliche schikaniert worden sein sollen, als haltlos zurück

Das „Friesenhof“-Jugendheim in Hedwigenkoog (Schleswig-Holstein). Die Heimleitung weist Vorwürfe, nach denen in den Heimen Jugendliche schikaniert worden sein sollen, als haltlos zurück

Foto: Carsten Rehder / dpa

Nach massiven Vorwürfen hat das Landesjugendamt am Montag zwei Friesenhof-Einrichtungen im Kreis Dithmarschen überprüft.

Hamburg/ Kiel. Der umstrittenen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Friesenhof im Kreis Dithmarschen droht bei einem weiteren Verstoß der unmittelbare behördliche Entzug der Betriebserlaubnis. Am Montag überprüften Mitarbeiter des Landesjugendamtes zwei Einrichtungen des Friesenhofes mit etwa 20 Mädchen im Alter von 15 bis 18 Jahren, wie Sozialstaatssekretärin Anette Langner in Kiel mitteilte.

Sollte auch nur gegen eine der nach mehreren Beschwerden vereinbarten Auflagen verstoßen worden sein, werde die Betriebserlaubnis entzogen, sagte Langner.

Im zweiten Halbjahr 2014 hatten Mädchen, aber auch zwei ehemalige pädagogische Mitarbeiter massive Vorwürfe über inakzeptable Praktiken erhoben - etwa, dass sich die Mädchen nach ihrer Ankunft nackt vor Personal entkleiden müssten. (dpa)