Wohnmobiltransport

Bahn prüft Einsatz von Sicherheitsnetzen auf Sylt-Shuttle

Auf dem Sylt-Shuttle zwischen Niebüll und Westerland werden aus Sicherheitsgründen derzeit keine größeren Wohnmobile mitgenommen

Auf dem Sylt-Shuttle zwischen Niebüll und Westerland werden aus Sicherheitsgründen derzeit keine größeren Wohnmobile mitgenommen

Foto: dpa Picture-Alliance / Carsten Rehder / picture alliance / dpa

Seit Freitag ist der Autozug Sylt-Shuttle für größere Wohnmobile gesperrt. Nun will die Deutsche Bahn spezielle Netze testen.

Westerland/Hamburg.  Nach der Sperrung des Sylt-Shuttle für größere Wohnmobile prüft die Deutsche Bahn den Einsatz von speziellen Netzen. Einen Versuch habe es bereits mit einem bahneigenen Fahrzeug gegeben, ein weiterer sei geplant, sagte Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis am Montag. Ein Sachverständiger habe den Vorschlag gemacht. Noch innerhalb dieser Woche sollen die Netze beim Wohnmobiltransport zum Einsatz kommen.

Seit Freitag ist der von der Bahn betriebene Autozug zwischen Niebüll und Westerland für größere Wohnmobile mit Dachluken oder Panoramadächern gesperrt. Zuvor hatten sich laut Bahn in den vergangenen Tagen bei drei Wohnmobilen Dächer während der Überfahrt gelöst und waren herabgestürzt. Verletzte hatte es nicht gegeben. Die Höhe des Sachschadens ist unbekannt.

„Es wäre ein schneller und praktikabler Vorschlag“, sagte Meyer-Lovis zur Sicherung der Fahrzeuge mit übergezogenen Netzen. Derzeit bemühe sich die Bahn um größere Netze. Von den 500 000 Fahrzeugen, die pro Jahr und Richtung transportiert werden, sind 2000 Wohnmobile mit Panoramafenster.

Zur Kritik an angeblich unzureichender Information der Betroffenen sagte Meyer-Lovis, es sei „im Nachgang nicht ganz optimal gelaufen“. Letztlich waren ihm zufolge aber nur zwei Fahrer in Niebüll betroffen, die nichts von der Einschränkung erfahren hatten. (dpa)