Fussball

Für das Halbfinale lassen sie ihre Masken fallen

Noch maskiert und mit gegebener Vorsicht in Sachen Corona – die Oberligafußballer und Pokal-Halbfinalisten des SV Rugenbergen. Hinten v. l.: Nikolaj Rörström, Dennis von Bastian, Leon Neumann, Mika Feigenspan, Jan-Niclas Galke, Kevin Beese, Marcel Peters, Andrew Banoub, Jannick Wilckens, Hendrik Rühmann. Mitte v. l.: Kilian Utcke, Leon Müller, Oliver Mertins, Wolfgang Borchert, Olaf Henkel, Lennart Neumann, David Fock, Dennis Schultz, Cheftrainer Michael Fischer, Heiko Kühl, Broder Hansen, Tim Homfeldt; vorne v. l.: Sven Worthmann, Caleb Awuah, Dennis Urdin, Marlon Stannis, Felix Dieterich, Patrick Marciniak, Patrick Hartmann, Yannik Kurowski, Jan Düllberg, Edouard Mesenholl, Patrick Hoppe und Jan Schrage.

Noch maskiert und mit gegebener Vorsicht in Sachen Corona – die Oberligafußballer und Pokal-Halbfinalisten des SV Rugenbergen. Hinten v. l.: Nikolaj Rörström, Dennis von Bastian, Leon Neumann, Mika Feigenspan, Jan-Niclas Galke, Kevin Beese, Marcel Peters, Andrew Banoub, Jannick Wilckens, Hendrik Rühmann. Mitte v. l.: Kilian Utcke, Leon Müller, Oliver Mertins, Wolfgang Borchert, Olaf Henkel, Lennart Neumann, David Fock, Dennis Schultz, Cheftrainer Michael Fischer, Heiko Kühl, Broder Hansen, Tim Homfeldt; vorne v. l.: Sven Worthmann, Caleb Awuah, Dennis Urdin, Marlon Stannis, Felix Dieterich, Patrick Marciniak, Patrick Hartmann, Yannik Kurowski, Jan Düllberg, Edouard Mesenholl, Patrick Hoppe und Jan Schrage.

Foto: Ulrich Stückler / HA

Oberligakicker des SV Rugenbergen empfangen am Sonntag Lotto-Pokalgegner TSV Sasel. Die Vorbereitung stand ganz im Zeichen von Corona

Bönningstedt.  „Uns ist das qualvolle Gedränge an der Wasserlinie nur deshalb erspart geblieben, weil wir einen Strandkorb gemietet hatten.“ Sven Worthmann (27) erzählt von seinem Kurzurlaub an der Ostsee. Luftiger als in Grömitz wird es im Stadion des SV Rugenbergen (Fußball-Oberliga), wo beim Lotto-Pokalspiel gegen den Staffelrivalen TSV Sasel gemäß der Verfügung des Kreis-Gesundheitsamts nur 150 Personen anwesend sein dürfen. Kapitän Worthmann wird einen Sonderauftrag erhalten und von Trainer Michael Fischer gebeten, als Schatten eines der TSV-Spielmacher auch nicht den geringsten Abstand einzuhalten.

Binnen weniger Minuten waren alle Tickets vergriffen

Etliche Fans hatten am Donnerstag lange Gesichter gemacht. Binnen weniger Minuten waren die Restkarten für das erste Halbfinale der SVR-Clubgeschichte vergriffen. Der Vereinsvorsitzende Andreas Lätsch appelliert an die Besucher, die Hygienevorschriften zu beachten. Das heißt, sich mit Ausweispapieren spätestens eine Viertelstunde vor dem Anpfiff (15 Uhr) einzufinden, dabei einen Mund-Nasenschutz zu tragen und den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Zudem ist von den entlang des Geländes angebrachten Desinfektionsspendern Gebrauch zu machen. Alkohol darf während der 90 (oder 120) Minuten nicht ausgeschenkt werden.

Spieler, Trainer und Betreuer demonstrierten ihr Verständnis für die Einschränkungen in Zeiten von Corona schon einmal damit, dass sie beim offiziellen Mannschaftsfoto Gesichtsmasken trugen. Schon ihr Viertelfinalspiel bei der SV Halstenbek-Rellingen (4:2) hatten die Bönningstedter unter erheblichen behördlichen Auflagen bestritten. Am Hygienekonzept der Halstenbeker orientieren sie sich nun ebenso wie an den Maßnahmen der Saseler im Spiel gegen BU (5:2/1:1 nach Elfmeterschießen).

Broder Hansen steht trotz seines Abschieds per Zweitspielrecht im SVR-Kader

Zur allgemeinen Überraschung taucht auf dem Teamfoto auch Broder Hansen (34) auf. Die Stammkraft der Jahre 2015 bis 2019 hatte sich nach einer Saison beim SC Egenbüttel zwar seinem Heimatclub Rödemisser SV (Husum) angeschlossen. Weil der Lehrer aber noch ein Jahr lang am Schenefelder Gymnasium unterrichtet, erwarb er ein Zweitspielrecht für den Bereich des Hamburger Verbandes.

Zudem fällt beim SVR jetzt der Name von Selcuk Turan, der gesundheitsbedingt als Trainer (SV Lurup, Blau-Weiß 96, SV HR) aufhören musste. SVR-Coach Michael Fischer beabsichtigt, den früheren Oberligaspieler von Rasensport Elmshorn (49) als Berater und zur gelegentlichen Entlastung von Ligaobmann David Fock ins Boot zu holen. Ex-Regisseur Dennis von Bastian (33) wechselte zwar zur Altliga des HSV, bleibt dem SVR aber als Betreuer erhalten.

Trainer Fischer hat den Pokalgegner zweimal beobachtet

„Chefsache“ war es natürlich, die Saseler unter die Lupe zu nehmen. Fischer sah sie in weiser Vorahnung sowohl beim 5:1 in Stelle über den ASV Hamburg als auch beim 2:3 mit der B-Elf gegen den Rahlstedter SC in Heidenau, obwohl die Saseler da noch gar nicht als Pokalgegner feststanden. „Nun kenne ich 95 Prozent des TSV-Kaders“, frohlockt Fischer, der bei den Gästen Nico Zankl, Timo Adomat und vor allem den regionalligaerfahrenen Deran Toksöz als entscheidende Solisten ausmachte.

Im Kreis Pinneberg einen Namen haben aber vor allem Stürmer Tim Jeske (FC Elmshorn, VfL Pinneberg, SVHR, Wedeler TSV) und Abwehrspieler Kjell Ellerbrock (Union Tornesch, VfL), die im Nordosten Hamburgs zu neuen Ufern aufbrechen. Offen war noch die Frage, ob Zankl mit den HSV Panthers bei der Futsal-DM in Duisburg antritt oder den Lotto-Pokal bevorzugt. Vom SVR reiste Neuzugang Finn Hanke an die Wedau, auf die Gefahr hin, dass ihn Fischer auch im Falle eines vorzeitigen Scheiterns der Panthers nicht gegen die Saseler nominiert.

Gegen die Saseler hat es seit deren Aufstieg noch keinen Sieg gegeben

Die Startelf sicher hat aber Sven Worthmann, der sich nicht erinnern kann, jemals ein Punktspiel gegen die Saseler seit deren Aufstieg 2017 gewonnen zu haben. So ist es. 0:5 hieß es am 18. August 2019 am Parkweg, 1:4 am 31. Oktober 2019 (vorgezogener 21. Spieltag). Resultate vorher: 0:2, 1:2 (2018/19), 1:1, 2:3 (2017/18). „Zeit, dass sich da was dreht“, sagt Michael Fischer, der 1993 als Rasensport-Stürmer ganz Elmshorn sowie erst- und letztmalig den Kreis Pinneberg mit dem (Toto-)Pokalsieg beglückt hatte.