Basketball

SC Rist wahrt seine Play-off-Chance

Wedels Osaro Jürgen Rich beim Korbleger. Gegenspieler Niklas Radestock kommt zu spät.

Wedels Osaro Jürgen Rich beim Korbleger. Gegenspieler Niklas Radestock kommt zu spät.

Foto: Frederik Büll

Wedeler Zweitliga-Basketballe rbesiegen die Sixers – und klettern ein Spiel vor Hauptrunden-Ende sogar auf den vierten Tabellenplatz.

Wedel.  Einen Spieltag vor Ende der regulären Saison beginnen in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B die Rechenspiele. Der SC Rist hat einen eminent wichtigen 90:82 (42:38)-Heimsieg gegen die BSW Sixers eingefahren und sich damit von dem neunten Tabellenrang vorerst auf den vierten Platz katapultiert.

Fünf Teams haben 22 Punkte – ausgerechnet die VfL AstroStars Bochum könnten unabhängig von Wedels Partie auswärts gegen Iserlohn (Sonnabend, 19.30 Uhr) den SC Rist in die Play-offs (Aufstiegsrunde) hieven, sofern der VfL gegen Bernau gewinnt. Doch das Rechnen überlässt Rist-Headcoch Benka Barloschky lieber anderen. „Diese ganzen tabellarischen Konstellationen, die sich da jetzt noch ergeben können, davon versuche ich mich ein bisschen fernzuhalten. Ich glaube, wir tun gut daran, uns auf das eine Spiel zu konzentrieren und uns bestmöglich vorzubereiten“, sagt er.

Bei einem Wedeler Sieg ist die Play-off-Teilnahme ohnehin sicher. „Wir wissen, wenn wir gewinnen, dann sind wir in den Play-offs und darauf kommt’s an“, sagt der 32 Jahre alte Trainer.

Diese komfortable Situation konnte überhaupt erst durch eine weitgehend souveräne Leistung gegen die nach den ersten Ergebnissen des Spieltag bereits für die Aufstiegsrunde qualifizierten Sachsen-Anhalter entstehen. „Wir haben viel Energie gebracht, wir haben uns
früh auch immer wieder Führungen herausgespielt. Die Sixers haben heute auch wirklich ein Superspiel gemacht. Sie haben schwere, gut verteidigte Würfe getroffen.

Regelmäßig erwarfen sich die Wedeler im Spielverlauf einen Vorsprung bis in den zweistelligen Bereich, endgültig abschütteln ließen sich die Sixers jedoch nicht und blieben stets auf Tuchfühlung. Mit 18:19 endete das erste Viertel,
ehe noch ein technisches Foul gegen den Gegner zu einem Freiwurf zum 19:19 führte. Zur Halbzeit führte der SC Rist mit 42:38, vor dem vierten Viertel lag Wedel mit 66:61 in Front.

Acht Minuten und 40 Sekunden vor Schluss glich Martin Jelic für die Gäste zum 66:66 aus. Anschließend erreichte die Rist-Führung ihr Maximum von
13 Zählern (86:73), auf dem Weg dorthin halfen ein erfolgreicher Dreier von Osaro Jürgen Rich drei von vier verwandelten Freiwürfe von Justus Hollatz und ein Korbleger von Moritz Kröger. Doch die Sixers antworteten mit zwei Ferndistanzwürfen, sodass es wieder nur noch 86:79 stand. Letztlich aber brachten die Wedeler den Sieg – erst zum zweiten Mal in dieser Saison wurde die Marke von
90 Punkten geknackt – souverän über die Bühne. Nur eine Handvoll Ballverluste leistete sich der SC Rist diesmal.

„Ich glaube, was wir grundsätzlich besser als die Sixers gemacht haben, war: Wir waren das bessere Team. Wir sind zusammen und positiv geblieben, haben versucht, zusammenzuhalten“, sagte der Rist-Trainer, der zudem auf die Anführerqualitäten und den Punktehunger von US-Amerikaner Jalen Ross (Topscorer mit 22 Punkten) und Justus Hollatz (16 Zähler) zählen konnte.

Durch eine ähnlich geschlossene Teamleistung mit viel Einsatzbereitschaft soll der noch fehlende Sieg gegen den Tabellenzehnten Iserlohn eingesammelt werden. Gelingt dies nicht, muss die Schützenhilfe passen. Generell sollte Punktgleichheit mit Oldenburg und Dresden vermieden werden, die den direkten Vergleich gegen den SC Rist gewonnen haben. Bei Punktgleichheit von mehr als zwei Mannschaften zählt das Verhältnis aus Siegen und Niederlagen – inklusive der Korbdifferenz – untereinander.

Viertelergebnisse: 18:19, 24:19, 24:23, 24:21 SC Rist (Punkte): Jalen Ross (22), Justus Hollatz (16), Matej Jelovcic (11), Osaro Jürgen Rich (8), Aurimas Adomaitis (7), Yngve Jentz, Joshua Lübken, Jammal Schmedes (je 6), Moritz Kröger (5), Linus Hoffmann (3).