Pinneberg
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Mögliche Neuzugänge spielen in Halstenbek vor

Innenverteidiger Boamah Rüster (r.) wirkte als Gastspieler des SV Rugenbergen beim Test des Landesligisten HR gegen den TuS Osdorf mit.

Innenverteidiger Boamah Rüster (r.) wirkte als Gastspieler des SV Rugenbergen beim Test des Landesligisten HR gegen den TuS Osdorf mit.

Foto: Johannes Speckner

Landesliga-Club HR setzt SVR-Innenverteidiger Boamah Rüster bei 0:4-Niederlage gegen Oberligist Osdorf ein. Matthias Jobmann übernimmt Rasensport.

Halstenbek. „Kopf hoch“, rief Boamah Rüster nach dem zweiten Gegentreffer (27.) Und noch einmal. „Kopf hoch.“ Beim 0:4 (0:3) auswärts gegen den TuS Osdorf (Oberliga) ist es ein Gastspieler gewesen, der die deutlich unterlegenen Landesliga-Fußballer der SV Halstenbek-Rellingen aufzurichten versuchte. „Er wollte immer den Ball, war mutig und um eine vernünftige Spieleröffnung bemüht“, lobte Trainer Heiko Barthel den 20 Jahre alten Innenverteidiger später.

Ob es zu einer Verpflichtung kommt, ist angeblich noch in der Schwebe. „Ich weiß nicht, was der Junge plant. Ich weiß aber, dass er uns mit seiner Größe von 1,90 Metern gut zu Gesicht stehen würde“, sagt Barthel.

Für den SV Rugenbergen hatte Rüster diese Saison noch kein Punktspiel bestritten. SVR-Coach Andjelko Ivanko baute auf Jan Schrage und Sven Worthmann, nachdem Rüster bei Vorgänger Thomas Bohlen zehn Mal in der Oberliga zum Einsatz gekommen war.

Ivanko selbst hatte Rüster empfohlen, es wie der bisherige SVR-Stürmer Moussa Mane bei HR zu versuchen. An dem war der Test am Blomkamp ebenso vorbeigelaufen wie an Alfa Zazi Sabou, weiterer Gastspieler, der für den SC Nienstedten in 13 Einsätzen diese Saison sechs Tore erzielt und beim 2:3 am 15. September 2019 gegen die SVHR 76 Minuten mitgewirkt hatte. Heiko Barthel wunderte der ungeordnete Auftritt nicht. „Die Osdorfer sind doch in der Vorbereitung schon wesentlich weiter als wir.“ Freude bereitete ihm, dass Rechtsverteidiger Mirco Clausen nach langer Pause (Bänderriss) 90 Minuten durchhielt.

Weitere Aufschlüsse verspricht sich Barthel vom Gastspiel an diesem Sonntag um 13 Uhr beim FC Süderelbe (Oberliga).

Eine große Lücke am Jacob-Thode-Platz hatte 2018 Marcel Jobmann – 29 Saisontreffer in der ersten Saison nach dem Oberligaabstieg – mit seinem Wechsel zu Rasensport Uetersen hinterlassen.

Stürmer Marcel Jobmann wird nun von seinem Vater trainiert

Nun ist der Knipser des Bezirksliga-Spitzenreiters (28) überglücklich. Sein Vater Matthias (55) wird Nachfolger von Trainer Peter Ehlers, der am Saisonende aufhört. Junior und Senior hatten schon bis 2013 beim SuS Waldenau und während der sechsjährigen Trainerzeit des Familienoberhauptes von 2013 bis 2019 beim Niendorfer TSV II (Landesliga) 18 Monate zusammengearbeitet.

Im Vorjahr ursprünglich als Trainer des Wedeler TSV vorgesehen wirkte Matthias Jobmann zuletzt als Co-Trainer der Niendorfer Ersten, nachdem sich der WTSV vom Oberliga-Spielbetrieb abgemeldet hatte. Auf die neue Herausforderung freut sich der Pinneberger. „Ich übernehme von Peter eine intakte Mannschaft, die so wie sie ist schon zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine gute Rolle in der Landesliga spielen könnte.“

Mit Sport-Vorstand Christian Kilb führe er baldmöglichst Gespräche über den künftigen Kader. Ob es Jobmanns Überredungskunst bedarf, den aktuellen Co-Trainer Frank Weche zum Weitermachen zu bewegen? „Frank ist hoch geschätzt vom Team. Es wäre großartig, er bliebe.“

Wedeler Schiedsrichter ist neuer Fair-Play-Beauftragter

Als mehrfacher Sieger im Wettbewerb um den Fairnesspreis muss den Rasensportlern niemand erzählen, wie sich Spieler in hitzigen Situationen zu verhalten haben. Ausnahmen – wie der Beinahe-Ausraster von Veton Hajrizi beim Ravo-Cup in Kummerfeld – bestätigen die Regel. Als neuer Fairplay-Beauftragter des Hamburger Verbandes tritt der Wedeler Schiedsrichter Frank Behrmann (59/Teutonia 10) ab sofort an, die schönen Seiten des Fußballs in den Vordergrund zu rücken. „Neben einigen unerfreulichen Ereignissen gibt es auch sehr viele faire Vorkommnisse und Gesten, die wir entsprechend würdigen und besser kommunizieren wollen. Lasst uns weiterhin viel Freude am schönsten Hobby der Welt haben.“

Trainer, Offizielle und Zuschauer sind aufgerufen, besonders faires Verhalten der HFV-Geschäftsstelle zu melden.

E-Mail: Irena.Troscheit@hfv.de