Basketball

Der SC Rist tritt beim heimstarken Spitzenreiter an

Wedels US-Amerikaner Jalen Ross steigt zum Korbleger hoch. Der Bochumer Lars Kamp will blocken.

Wedels US-Amerikaner Jalen Ross steigt zum Korbleger hoch. Der Bochumer Lars Kamp will blocken.

Foto: Frederik Büll

Wedeler Pro B-Team reist als Tabellenachter nach Schwelm. Rist-Sportdirektor Christoph Roquette ist mit dem Saisonverlauf fast zufrieden.

Wedel. Für Benka Barloschky begann das Jahr 2020 mit seinem 32. Geburtstag. Viel Regenerationszeit bleibt dem Basketball-Trainer allerdings nicht. Die Wedeler Zweitliga-Basketballer bekommen es an diesem Sonnabend am 14. Spieltag auswärts um 19.30 Uhr mit den Baskets Schwelm zu tun, dem Spitzenreiter der Pro B.

„Dass Schwelm ganz oben in der Tabelle ist, hatten wohl nicht so viele auf dem Schirm. Aber es ist eben eine sehr erfahrene Mannschaft, die sehr schnell eine gute Teamchemie aufgebaut hat. Die meisten Spieler haben schon lange in der Pro B oder auch in höheren Ligen gespielt“, sagt Christoph Roquette, Sportdirektor des SC Rist. Während die Westfalen von den bisherigen 13 Partien elf Spiele gewonnen haben – 22 Punkte – rangieren die Wedeler mit zwölf Zählern auf dem achten Tabellenplatz der zwölf Teams umfassenden Nordstaffel. Jener ist der letztmögliche Rang für die Teilnahme an den Play-offs (Aufstiegsrunde). Die Mannschaften auf den letzten vier Plätzen kämpfen nach dem Ende der regulären Saison im März in den Play-downs gegen den Abstieg in die Regionalliga.

„Die Play-offs sind unser Saisonziel, insofern liegen wir im Soll. In den Vorjahren war es immer spannend bis zum letzten Spieltag. Das wird vermutlich auch diesmal wieder so sein“, so die Prognose des 37 Jahre alten Sportchefs. Derzeit ist in der ausgeglichenen Liga der SC Rist drei Siege vom zweiten Tabellenplatz entfernt. Bis zum 10. Januar könnten die Wedeler ihren Kader noch einmal verstärken. „Stand jetzt machen wir aber nichts mehr“, sagt der Wedeler Sportchef.

Geht es nach Roquette, hätten es trotz des zufriedenstellenden Saisonverlaufs mit dem jungen Wedeler Team „zwei Siege mehr sein können“. Dies habe unter anderem die fast schon traditionell jährlich auftretende Verletztenmisere beim SC Rist verhindert. Leistungsträger wie Justus Hollatz, Osaro Jürgen Rich, Matej Jelovcic und Jalen Ross fielen teilweise wochen- oder monatelang aus. „Die beiden Niederlagen gegen Stahnsdorf und Iserlohn sowie in Dresden haben schon wehgetan. Umso wichtiger ist es, diese fehlenden Punkte jetzt nach der Weihnachtspause wieder reinzuholen“, sagt Roquette. Man fahre schon als Außenseiter nach Schwelm, werde aber alles geben: „Und dann schauen wir, wozu es reicht.“

Schwelmer haben alle fünf Heimspiele gewonnen

Spitzenreiter Schwelm ist in allen fünf Heimspielen noch ungeschlagen und hat die vergangenen vier Liga-Begegnungen gewonnen. „Schwelm spielt sehr abgeklärt. Das wird auswärts eine harte Aufgabe, wir müssen sehr konzentriert sein“, betont Stephan Blode, der Wedeler Co-Trainer.

Bereits am vergangenen Montag baten Blode und Barloschky ihre Spieler wieder in die Halle, teilweise wurden zwei Einheiten pro Tag absolviert. Auch Ross (USA) und Jelovcic (Kroatien) kehrten rechtzeitig aus ihrem Weihnachtsurlaub in der Heimat zurück in die Rolandstadt, um mit ihrem Team in Bestbesetzung in Schwelm zu bestehen. Das Heimspiel verlor der SC Rist deutlich mit 60:80. Der ehemalige Bundesligist aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis verfügt mit Montrael Scott über einen der herausragenden Spieler der Liga. Der US-Amerikaner erzielt je Begegnung im Durchschnitt 18,2 Punkte, holt knapp sieben Rebounds und bereitet ebensoviele Korberfolge seiner Mannschaftskollegen vor. Neben dem Aufbauspieler gibt es noch drei weitere Akteure, die zweistellige Mittelwerte im Punkten aufweisen – der Däne David Knudsen kommt auf 12,2 Zähler und liegt damit nur knapp hinter dem Distanzwerfer Nikita Khartchenkov (12,3). Der US-Amerikaner Anell Alexis, Sohn des ehemaligen Alba Berlin-Spielers Wendell Alexis, schenkt dem Gegner im Schnitt 14,6 Zähler ein. Der Bulgare Milen Zahariev rangiert mit 9,2 Zählern nur knapp unter der Zehn-Punkte-Marke. „Jeder hat seine Rolle im Team gefunden, die er souverän aufs Feld bringt“, lobt Roquette.