Pinneberg
Basketball

„Münster ist nicht unser Maßstab“

Justus Hollatz erzielt in der Partie gegen die EN Baskets Schwelm gegen Dario Fiorentino zwei seiner neun Punkte; zu wenig an diesem Tag.  

Justus Hollatz erzielt in der Partie gegen die EN Baskets Schwelm gegen Dario Fiorentino zwei seiner neun Punkte; zu wenig an diesem Tag.  

Foto: FOTO: Ulrich Stückler / Ulrich Stückler

Pro B-Team des SC Rist Wedel tritt nach dem ersten Rückschlag der Saison nun am 4. Spieltag auswärts gegen Titelkandidaten WWU Baskets an.

Wedel. „Münster ist nicht unser Maßstab. Wir fahren dort als krasser Außenseiter hin. Wenn wir gewinnen sollten, wäre es schon eine faustdicke Überraschung“, sagt Christoph Roquette, sportlicher Leiter des SC Rist. Die Wedeler Zweitliga-Basketballer (Pro B) sind am vierten Spieltag bei den WWU Baskets gefordert.

Sportlich wäre dem Aufsteiger der Vorsaison der erneute Aufstieg, nun in die Pro A, gelungen – erst im Finale unterlagen sie Leverkusen. „Aber sie wollen organisch wachsen und nicht nach nur einem Jahr in der Pro B weiter durchmarschieren. Der Club und die Strukturen sollen sich Stück für Stück weiterentwickeln“, sagt Roquette.

Geht es um die Zuschauerzahlen ist Münster schon in der Nordstaffel auf Platz eins. 2075 Fans kamen zum bisher einzigen Auftritt in die Sporthalle Berg Fidel. Auch am Sonnabend, 19.30 Uhr, erwartet die Wedeler eine stimmungsvolle Kulisse, die dem Gastgeber die Daumen drückt. Das könnte ein jugendliches Team wie den SC Rist (Durchschnittsalter: 20,9 Jahre) zusätzlich beeindrucken. Im negativen Sinn beeindruckend war die Drei-Punkte-Quote des SC Rist bei der aktuellen 60:80-Heimniederlage gegen EN Baskets Schwelm am vergangenen Wochenende. Nur ein kümmerlicher Wurf aus der Ferndistanz fand von
20 Versuchen den Weg in den Korb.

Steigt die Nervosität bei jüngeren Spielern mehr, sobald die erste Aktion nicht klappt? „Diese hohe Niederlage ist nicht der Jugend geschuldet. Das liegt nur an der Quote. Einige Spieler haben mehr Selbstvertrauen, andere eher weniger. Generell zweifelst du aber als junger Spieler eher nach dem ersten missglückten Versuch“, meint der 37 Jahre alte Basketballer. Es gehe um Konstanz in der Leistung – und mit der Erfahrung komme auch jene. „Die älteren Akteure haben davon mehr in ihrem Spiel. Bei den jüngeren sind große Schwankungen dabei. Aber damit haben wir auch gerechnet.“ Mit zwei Siegen und einer Niederlage ist der Start gut bislang, so Roquette. Nur der Ausfall von Matej Jelovcic (Fingerbruch) schmerzt.

Am Sonntag gibt es das erste Heimspiel der Rist-Frauen

Wenn die Frauen des SC Rist in der 1. Regionalliga an diesem Sonntag gegen MTV/BG Wolfenbüttel zum ersten Heimspiel der Saison bitten (16 Uhr, Steinberghalle), hat das Team von Cheftrainer Olli Böttcher noch keinen Sieg auf dem Konto. Nach dem knappen Erstrunden-Aus im DBBL-Pokal gegen Regionalliga West-Club Citybasket Recklinghausen (55:58) ging auch der erste Auftritt in der Liga verloren. Zwar wurde der Kader ordentlich vergrößert – und dennoch haben die Wedelerinnen mit großen Personalsorgen zu kämpfen. Mit 50:58 unterlag das Team dem ASC Göttingen. „Göttingen war der erwartet starke Aufsteiger. Es ist im Moment das große Problem, dass ich keinen vollständigen Kader habe, von 18 Spielerinnen fehlt die Hälfte“, sagt Böttcher.

Schon nach dem ersten Viertel lag der SC Rist mit 8:19 hinten. „Wir haben wie schon gegen Recklinghausen den Start verschlafen und lagen nach 15 Minuten mit 20 Punkten hinten“, sagte der Rist-Coach. Doch die Mannschaft kämpfte sich sich ran. „Das haben die Mädchen großartig gemacht“, lobte der Trainer. Insbesondere nach der Halbzeit lief es immer besser, in der Endphase trennten fünf Punkte beide Teams noch. Allerdings sorgte ein Göttingen-Dreier dann in der Drangphase für einen erheblichen Dämpfer. „Das war für uns dann im Prinzip der Genickbruch“, sagt er.

Nun geht es gegen den Vizemeister der Vorsaison weiter. Ich glaube, wir sind auf Augenhöhe. Da wird die Tagesform entscheiden“, meint er und fordert im Vergleich zu den bisherigen beiden Pflichtspielen eine bessere Offensivausbeute: „Gegen Recklinghausen und Göttingen 58 Punkte zu bekommen, ist in der Defense aller Ehren wert. Aber nur 55 oder 50 Punkte zu erzielen, das reicht nicht, um zu gewinnen“, betont er.