Pinneberg
Handball

TSV Ellerbek startet mit Liveübertragung in die Saison

Oberligamänner des TSV Ellerbek 2019/2020, h.v.l.: Trainer Nico Kibat, Katharina Oehlert (Athletik), Hennes Paulsen, Timo Schmidt, Henri Wommelsdorf, Luis Skroce, Jesko Semmelhack, Daniel Abel, Horst Zehetbauer (TW-Trainer). Mitte von links: Torben Groenefeld, Jasper Nicolai, Lasse Finck, Olaf Levin, Yannick Giles, Arnd Sasse, Matthias Menzel, Felix Albrecht. U. v. l.: Ole Falken, Marvin Koch, Lasse Most, Max Turkat, Jesko Sauerland und Simon Rix. Auf dem Bild fehlen: Tarek Fejry (Co-Trainer), Joel Artzt und Leon Petersohn.

Oberligamänner des TSV Ellerbek 2019/2020, h.v.l.: Trainer Nico Kibat, Katharina Oehlert (Athletik), Hennes Paulsen, Timo Schmidt, Henri Wommelsdorf, Luis Skroce, Jesko Semmelhack, Daniel Abel, Horst Zehetbauer (TW-Trainer). Mitte von links: Torben Groenefeld, Jasper Nicolai, Lasse Finck, Olaf Levin, Yannick Giles, Arnd Sasse, Matthias Menzel, Felix Albrecht. U. v. l.: Ole Falken, Marvin Koch, Lasse Most, Max Turkat, Jesko Sauerland und Simon Rix. Auf dem Bild fehlen: Tarek Fejry (Co-Trainer), Joel Artzt und Leon Petersohn.

Foto: Ulrich Stückler

Oberligamänner empfangen an diesem Sonnabend den FC St. Pauli zum ersten Punktspiel. Das Match ist via Internet bundesweit zu verfolgen

Ellerbek.  Als wäre die Anspannung bei den Handballern des TSV Ellerbek nicht ohnehin schon groß. Schließlich starten die Männer von Trainer Nico Kibat nach intensiver Vorbereitung an diesem Sonnabend (18.30 Uhr, Harbig-Halle) in die Oberliga. Dann muss der neuformierte TSV – elf Spieler und ihr Coach sind dazugestoßen – gegen den FC St. Pauli Farbe bekennen. Spielt das Team von Beginn an gut mit oder wird es wie im Vorjahr eine Zitterpartie um den Klassenerhalt? Die Gäste sind bereits am vergangenen Sonnabend mit einem 27:24-Heimsieg über den TV Fischbek erfolgreich gestartet.

Und nun das, der „Ritterschlag“ für den Oberligisten aus Ellerbek: Das Sportfernseh-Internetportal www.sportdeutschland.tv wird diese Viertligapartie live und bundesweit frei empfangbar übertragen. Ein Sponsor hats möglich gemacht.

Dann werden sich folglich auch gleich alle Konkurrenten in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein ein Bild davon machen können, ob die Integration der Neuzugänge und die vielen Übungs­einheiten gefruchtet haben. Zumindest lassen der Abschlusstest am vergangenen Dienstag gegen Schleswig-Holstein-Ligist MTV Herzhorn (29:20) sowie die Entwicklung in den vorangegangenen Phasen vorsichtigen Optimismus aufkommen. „Das gegen Herzhorn war ein erfreulicher Test. Ich habe viel Gutes gesehen“, sagte Nico Kibat, der dem Match das Prädikat gelungene Generalprobe erteilen würde. „Alle von bisher einstudierten Abläufe haben gesessen, und unser Abwehrsystem hat sich in den Köpfen der Spieler verinnerlicht. Ich habe ein gutes Gefühl.“

Die positiven Empfindungen haben Kibats Männer besonders zu Vorbereitungsbeginn mit großem Schweißverlust bezahlen müssen. „In den ersten drei Wochen lag der Schwerpunkt eindeutig auf Athletik und Ausdauer. Für diese Übungsinhalte habe ich sogar Hallenzeiten geopfert“, sagte Kibat, der, wenn es dann doch mal zum Training mit dem Ball kam, auf jegliche Zweikampfformen verzichtet hatte. „So, wie wir da geknüppelt haben, wäre die Verletzungsgefahr zu hoch gewesen.“ Ein für den Trainer nicht hoch genug zu bewertender Effekt dieser Rosskur: „Die Stimmung im Kader ist sehr gut, es ist ein großer Zusammenhalt entstanden. So werden wir ein ganz unangenehmer Gegner sein.“

Doch Fitness und Zusammenhalt allein sind nicht genug, um Erfolg zu haben. Mit der Hälfte des Kaders neu, müssen alle Akteure eine gemeinsame Spielanlage lernen. Eine komplexe Aufgabe, die Kibat bewusst nicht übertrieben hat.

„Ich habe die Spieler gefragt, was sie bislang gespielt haben, mit welchen Abläufen sie sich sicher fühlen“, sagte Kibat, der auf der ermittelten Komfortzone vorsichtig aufgebaut hat. „Dazu habe ich einige – nicht zu viele – neue Ideen gepackt. Niemand sagt, dass am Ende der Vorbereitung alle Spielzüge für die Saison sitzen müssen. Das ist ein laufender Prozess, bei dem in der Saison neue Elemente hinzukommen, und auch mal welche wieder verschwinden.“ Morgen gegen 20 Uhr weiß Kibat, ob sein Team die richtigen „Vokabeln“ gelernt hat...