Pinneberg
Fussball

4:1 für den FC Elmshorn: Der Knoten ist geplatzt

Emmanuel Kwakye – gegen Marvin Kirch (Heidgrabener SV) – schießt das erste und letzte Tor für den FCE.

Emmanuel Kwakye – gegen Marvin Kirch (Heidgrabener SV) – schießt das erste und letzte Tor für den FCE.

Foto: Lars Mundt

Bezirksligakicker fahren zu Hause gegen den Heidgrabener SV ihren ersten Saisonsieg ein. SC Pinneberg gewinnt Stadtderby gegen TBS

Elmshorn. Stattliche 100.000 Euro. Das war 2008, als er dem SV Meppen angehörte, der Marktwert von Isaac Junior Ngole. Elf Jahre später begeistert der Kameruner die Bezirksliga-Fußballer des FC Elmshorn und deren Fans. Das 4:1 (2:1) über den Heidgrabener SV – erster Saisonsieg – führte Ligamanager Daniel Witt auf die starke Leistung des Routiniers (33/ zuletzt Inter 2000) zurück, der ebenso wie Neuzugang Daniel Sampaney (20/Niendorfer TSV II) debütierte und der Innenverteidigung Stabilität verlieh.

Witt muss dem Team ein Abendessen spendieren. Die Wette mit dem 2. Vorsitzenden Rainer Klaar, dass die Elmshorner die ersten drei Spiele gewinnen, hatte er jedenfalls mit Pauken und Trompeten verloren. Dafür stimmte im vierten Saisonspiel alles. Emmanuel Kwakye rehabilitierte sich für eine Gelb-Rote Karte am zweiten Spieltag mit zwei blitzsauberen Treffern. Lasse Seigies entzückte die Fans in der 64. Minute, als er die Gegenspieler wie Slalomstangen umkurvte und das 3:1 erzielte.

HSV-Trainer Ove Hinrichsen bescheinigte den Elmshornern „Eiseskälte“ in der Chancenverwertung. Auf eine neuerliche Wette, dass sie auch die nächsten drei Partien gewinnen, könnte sich Daniel Witt möglicherweise einlassen. Der nächste Gegner liegt jedenfalls am Boden.

Roland-Coach Fischer ist über erste 30 Minuten entsetzt

Roland Wedel dümpelt nach der 1:2 (1:1)-Niederlage auswärts gegen den SC Egenbüttel punktlos auf dem drittletzten Rang der Staffel West. Der Wedeler Übungsleiter Michael Fischer reagierte fassungslos. „Die erste halbe Stunde von uns war das Schlimmste, was eine von mir trainierte Mannschaft in den letzten 25 Jahren geboten hat.“ Allein Keeper Kadir Katran hielt sein Team bei den etlichen Einschussmöglichkeiten der Rellinger – vor allem für Max Gerckens – im Spiel. Später hätte sich dieser Chancenwucher beinahe noch gerächt. Der SCE-Siegtreffer per Kopf von Marco Müller resultierte nach Fischers Meinung aus einer Abseitsposition.

Übernächster Gegner der Elmshorner ist TBS Pinneberg, dessen Trainer Sven Tepsic an früherer Wirkungsstätte möglicherweise nochmals aktiv wird. „Uns fehlen zahlreiche Spieler. Deshalb habe ich beim Verband die Spielgenehmigung für meine Person beantragt“, erklärte Tepsic (38) im Anschluss an das 0:3 (0:1) auf dem Rasen des SC Pinneberg.

Dieses Derby stand im Zeichen des erstmals als Stürmer aufgebotenen Thies Raschke, der Pässe von Mikail Pekdemir und Jonathan Grubb zum 1:0 und 2:0 verwandelte. Der frühere TBS-Spieler Mikail Pekdemir setzte den Schlusspunkt, während Tepsics Team immer wieder an SCP-Keeper Florian Jensen scheiterte. Dessen jüngerer Bruder Fabian handelte sich in der letzten Minute noch die Gelb-Rote Karte ein. Das ist deshalb bitter, weil in der nächsten Partie auch Spielertrainer Thomas Koster als Sechser wegen Urlaubs nicht zur Verfügung steht.

Hetlinger MTV bleibt eines von zwei ungeschlagenen Teams

Der siebte Spieltag, der FC Elmshorn tritt dann bei einem SV Hörnerkirchen im Aufwind an. Der Klein Nordender Trainer Nico Plocharska kam um ein Lob für den siegreichen Aufsteiger nach dem 1:3 (0:1) der SV Lieth nicht herum. „Höki war giftiger und spritziger.“

Den 1. FC Quickborn traf gegen den Hetlinger MTV (0:2) der „Sekundentod“. Erst scheiterte Daniel Schneider mit einem Foulelfmeter an Keeper Sebastian Wolff, es wäre das 1:1 gewesen. Noch bevor es zum Eckball kam, sah FCQ-Stürmer Alexander Keck wegen einer verbalen Entgleisung verdientermaßen die Rote Karte. Sein Trainer Jan Ketelsen nahm kein Blatt vor den Mund. „Mit seinem Verhalten hat Alexander dem Team unendlich geschadet.“ HMTV-Co-Trainer Jonas Hübner freute sich über drei Punkte als Geschenk zum 27. Geburtstag.