Pinneberg
Basketball

Heimsieg über Dresden bringt den Sprung an die Spitze

Osaro Jürgen Rich Igbineweka erzielt 22 Punkte gegen die Titans

Osaro Jürgen Rich Igbineweka erzielt 22 Punkte gegen die Titans

Foto: Ulrich Stückler

Zweitliga-Basketballer des SC Rist Wedel bezwingen Titans mit 69:54. Team von Coach Banobre profitiert von Iserlohner Niederlage

Wedel.  Diesen Moment möchten Fans und Spieler des SC Rist gerne für die Ewigkeit einfrieren. Mit einem 69:54-Heimsieg über die Dresden Titans haben die Wedeler Zweitliga-Herren die Tabellenführung in der Pro B Nord erobert. Der Mannschaft von Trainer Felix Banobre kam dabei zugute, dass Konkurrent Iserlohn am Sonnabend gegen Wolfenbüttel verloren hat.

Erfolgreichster Wedeler Werfer im Elbduell war Osaro Jürgen Rich Igbineweka, der seine in der vergangenen Woche aufgestellte Bestmarke noch einmal übertraf und stolze 22 Punkte erzielte.

Spitzenreiter Wedel? Nur ein schöner Nebeneffekt, sagt der Trainer: „Das spielt gar keine Rolle“, meint Felix Banobre und erklärt: „Wo wir in der Tabelle stehen, ändert nichts an unserer Philosophie, immer von Spiel zu Spiel zu denken. Wir haben keinerlei Druck, nur weil wir jetzt Erster sind. Denn die Realität ist, dass wir am nächsten Wochenende nach Bochum fahren werden und dort ein sehr schweres Spiel auf uns wartet.“

Beide Trainer sahen bereits recht früh im ersten Viertel Redebedarf und beantragten Auszeiten. Die Wedeler wiesen im Laufe der anfänglichen Minuten eine Steigerung in der Verteidigung nach, auf der anderen Seite war Rich Igbineweka wie in der Vorwoche gut aufgelegt: Zehn Punkte im Auftakt­abschnitt.

Dresden tat sich mit der Wedeler Zonenverteidigung recht schwer, warf zwar immer wieder von außen, doch die Trefferquote blieb verbesserungswürdig (ein erfolgreicher Dreier bei 16 Versuchen im ersten und zweiten Viertel). In den Minuten vor der Halbzeit ging dann beim SC Rist nicht mehr viel: Zu fahrig, zu unstrukturiert wurde in der Offensive agiert, der zweistellige Vorsprung schmolz darauf in vorerst in sich zusammen, war beim Gang in die Pause (35:24) aber wieder da.

Dann kurzzeitig Sorgenfalten auf des Trainers Stirn: Dresden kam treffsicherer aus der Halbzeit zurück und verkürzte seinen Rückstand auf drei Zähler. Ein Wedeler 6:0-Lauf kam da gelegen. Doch es blieb eine offene Angelegenheit: Die Gäste waren dran und hielten sich lange alle Chancen offen.

Drei Minuten vor Schluss erhöhte Marius Behr per Freiwurf auf 59:49. Da hatten die Rister den größten Ansturm der Sachsen bereits überstanden; bis zum Spielende gelang es den Gästen nicht mehr, den Wedeler Sieg noch zu gefährden.

„Beide Verteidigungen haben gut gearbeitet“, fasste Felix Banobre seine Eindrücke der Begegnung zusammen. „Wir wussten, dass die Dresdner nach dem Sieg gegen Bochum Rückenwind haben würden und durften deshalb gar nicht erst zulassen, dass sie ins Spiel kommen. Es ging darum, jeden Dresdner Spieler so gut es geht zu kontrollieren“, analysierte er. „Das dritte Viertel haben die Titans sehr stark eröffnet, da hatten wir Probleme. Doch wir sind rechtzeitig wieder in die Spur gekommen und haben das Spiel im letzten Viertel kontrolliert“, sagte der Wedeler Trainer.

Neues gibt es von Mannschaftskapitän Mario Blessing: Vom ursprünglichen Plan, seine Sprunggelenksverletzung operativ behandeln zu lassen, ist vorerst Abstand genommen worden. Bei gutem Heilungsverlauf könnte der Point Guard – so die Hoffnung – im Januar wieder angreifen.

Viertelergebnisse: 22:14, 13:10, 14:21, 20:9.
SC Rist (Punkte): Rich Igbineweka (22), Adomaitis (16), Logan (12), Kamp (9), Behr (6), Valérien (4), Alban, Both, Hollatz.