Pinneberg
Handball

Warten auf den Durchbruch

Foto: Johannes Speckner

Oberliga-Männer des TuS Esingen bleiben nach knapper 29:31-Niederlage weiter ohne Erfolgserlebnis. Aufwärtstrend bei Ellerbeker Frauen.

Tornesch.  „Es ist ja nicht so, dass wir in dieser Liga nicht konkurrenzfähig sind. Klar haben wir ein paar Spiele auch deutlich verloren, aber oft war der Sieg zum Greifen nah“, sagte Claas-Peter Schütt, Co-Trainer des TuS Esingen. Allein der finale Schritt zum Erfolgserlebnis in der Handball-Oberliga bleibt regelmäßig aus.

Das Heimspiel gegen die SG WIFT Neumünster verloren die Tornescher mit 29:31 (15:20). Schütt vergleicht dieses Ärgernis mit einem Weihnachtsgeschenk, das bereits vor einem liegt – dann aber doch wieder weggenommen wird.

Nach einem Rückstand von fünf Toren zu Beginn der zweiten Halbzeit glichen die Gastgeber durch einen Siebenmeter von Daniel Günter aus (21:21, 39. Minute). Anschließend setzten sich die Gäste dann aber wieder ab. „Erst kommen wir wieder super ran, auch weil Torwart Benjamin Boje sehr gut hält. Und dann gelingt es uns aber nicht, die Partie endgültig zu kippen“, so Schütt. Knapp fünf Minuten vor dem Ende gelang wieder der Anschluss. Der TuS war gleich zweimal bis auf ein Tor Abstand dran. Doch der Gegner setzte sich dann doch knapp durch. Vielleicht würden die Aufholjagden zu viel Kraft kosten, sodass dann an anderer Stelle wieder die nötige Konzentration fehle, so Schütt.

„Letztendlich macht jeder den Sport, um zu gewinnen“, weiß auch der Co-Trainer. Es werde weiter im Training hart gearbeitet. Bislang bringt Esingens Einsatz, Kampf und Leidenschaft noch keine Punkte – Selbstvertrauen könne aber nur aus Siegen entstehen.

Nun geht es für Esingen zum Tabellenführer Barmbek

Ob es das erste Erfolgserlebnis für das Team von Chefcoach Tim Bracklow allerdings beim Spitzenreiter HG Hamburg Barmbek an diesem Sonnabend (18.30 Uhr, Langenfort 5) gibt, ist eher unwahrscheinlich.

Die Männer des TSV Ellerbek sind als Tabellenachter der 14 Oberliga-Teams im gesicherten Mittelfeld unterwegs. Allerdings war die 29:35 (14:15)-Niederlage bei der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg bereits die dritte Pleite in Folge für das Team von Trainer Tobias Skerka. An diesem Wochenende pausiert Ellerbek – die Oberliga-Frauen des TSV ebenfalls. Bei der Mannschaft von Trainer Ingwert Ingwertsen geht es weiter aufwärts: Der 30:25 (16:11)-Sieg beim SV Preußen Reinfeld war der dritte Ellerbeker Erfolg in Serie. „Beide Mannschaften haben sich ziemlich viele technische Fehler geleistet. Letztendlich haben wir ein paar weniger gemacht“, so der TSV-Trainer. Zudem war Ellerbek in der Abwehr stabiler und im Angriff variantenreicher als der Gegner.

Der TSV ist in der weitgehend ausgeglichenen Liga nun Tabellenachter. Ist die Abstiegsgefahr nach schwachen Saisonstart endgültig gebannt? „So etwas würde ich nie behaupten“, so Ingwertsen. Die Mannschaft empfängt am Sonntag, 16. Dezember, das Schlusslicht SG Wilhelmsburg (16 Uhr, Rugenbergener Mühlenweg).

Die Oberliga-Frauen von TuS Esingen mussten sich zu Hause dem Tabellenzweiten AMTV Hamburg mit 20:26 (9:14) geschlagen geben. Sie gehen als Vierter am Sonntag in das Auswärtsduell mit der SG Bergedorf/VM (14 Uhr, Ladenbeker Furtweg 178).

Tore des TuS Esingen, Männer: Thore Gier (9/ davon ein Siebenmeter), Daniel Günter (5), Tom Schmitt (4), Max-Lennart Albrecht, Timo Kreckwitz, Pascal Kühl, Jan-Eric Pietsch (je 2), Jannik Genz, Daniel Abel, Jonathan Karow (je 1). Tore des TSV Ellerbek, Männer: Martin Schleßelmann (8/1), Bo Matussek, Finn Finck, Hannes Paulsen, Felix Albrecht (je 4), Jesko Semmelhack (2), Matthias Menzel, Florian Pohl, Olaf Levin (je 1). Tore des TSV Ellerbek, Frauen: Julia Steinberg (10/5), Christina Hinrichs (4), Lisa Schilk, Alina Wandschneider, Ann-Kathrin Skubich, Katja Brandt (je 3), Alana Elsner, Maren Sicks (je 2). Tore des TuS Esingen, Frauen: Svenja Rix-Müller (6/2), Nane Hauschildt (4/3), Carina Büchel (4), Carina Lipp (2), Marike Pletz, Madita Lux, Frauke Abel, Joanna Rothe (je 1).