Pinneberg
Fussball-Landesliga

Thorben Reibe entscheidet vor Derby die Torwartfrage

Norman Baese hat – vorerst – gegen Tim Brüggemann das Rennen um den Platz im Tornescher Tor gewonnen

Norman Baese hat – vorerst – gegen Tim Brüggemann das Rennen um den Platz im Tornescher Tor gewonnen

Foto: Meincke Kalle

Trainer von Union Tornesch macht vor Heimspiel Norman Baese zur Nummer eins. Gegner SV Halstenbek-Rellingen hat Personalsorgen

Tornesch.  Im ersten von zwei gemeinsamen Jahren zwischen 2013 und 2015 beim VfL Pinneberg hatte Tim Brüggemann die Mehrzahl an Spielen bestritten. In der darauffolgenden Saison kristallisierte sich Norman Baese als Stammkraft zwischen den Pfosten heraus. Nun beginnt das Spielchen von vorn, allerdings in der Fußball-Landesliga und in Diensten von Union Tornesch. Baese (24) oder Brüggemann (29)? Wer ist der bessere Torhüter?

Union-Coach Thorben Reibe musste sich festlegen und hat das vor dem Heimtreffen gegen die SV Halstenbek-Rellingen erledigt. Nach Rücksprache mit Assistent Martin Schwabe und Torwart-Coach Andreas Mandelarz entschied er sich für Baese, den er vom VfL Pinneberg mitgebracht hatte, als Nummer eins.

„War ja klar. Reibe und Baese kommen aus Itzehoe und bilden eine Fahrgemeinschaft“, könnten sich Brüggemann-Befürworter beschweren. Doch als dem VfL das Wasser vergangene Serie bis zum Halse stand, da hatte sich Reibe nicht gescheut, den unerfahrenen Lucas Albracht, der besser als gedacht einschlug, Baese vorzuziehen. „So wird es auch diesmal sein. Beide Torleute stehen im fairen Wettbewerb“, betont Reibe. Brüggemann bekommt seine Chancen, das hat ihm der Trainer fest zugesagt. Für Baese heißt das, sich nicht viele Patzer zu erlauben; der Konkurrent sitzt ihm im Nacken.

Doch werden die Halstenbeker überhaupt in der Lage sein, den Torneschern, deren abgebrochene Partie des ersten Spieltags beim FC Türkiye am Dienstag, 14. August, wiederholt wird, zuzusetzen? HR-Coach Heiko Barthel meldet Zweifel an, zum jetzigen Zeitpunkt schon für eine ernsthafte Standortbestimmung gerüstet zu sein. Keeper Stefan Steen strahlt noch nicht die Souveränität aus, die ihn in der Aufstiegssaison 2015/16 des Wedeler TSV auszeichnet hatte.

Zwei Folgejahre mit 164 Gegentoren für den WTSV haben dem Routinier (31) eventuell zugesetzt. „Ich werde ihn streicheln, aber auch provozieren. Bis er wieder beste Keeper der Hammonia-Staffel ist, der er eigentlich sein müsste“, kündigt Barthel an. Um seinen Stammplatz muss sich Steen nicht sorgen, „das ist vielleicht das Gefährliche“ (Barthel). Louis Vierth bereitet sein Studium in Köln vor, steht nur eingeschränkt zur Verfügung – ab Dezember wohl gar nicht mehr.

Überhaupt nehmen die Baustellen im HR-Kader zu wie auf den deutschen Autobahnen. Die Urlauber Samir Kabashi und Daniel Diaz könnten am Flughafen Indrit Behrami und Rogerio Almeida Ferreira grüßen, die aus ihrem Urlaub zurückkehren. Weitere Akteure sind mit Trainingsrückstand wenig belastbar; der als sicherer Abwehrfaktor eingeplante Christoper Eibl wurde am Mittwoch operiert (Kreuzbandriss).

Nebenbei muss Barthel auch noch die Interessen der HR-Zweiten, die beim Kreisliga-Auftakt nicht angetreten war und gegen Rasensport Uetersen unbedingt Hilfe von „oben“ benötigt, berücksichtigen. Der Anpfiff im Torneum ertönt Sonntag um 15 Uhr. Eine Stunde beginnt das Gastspiel des SSV Rantzau beim FK Nikola Tesla.