Pinneberg
Floorball

Blau-Weiß 96 Schenefeld will sich Play-off-Platz sichern

Felix Irrgang (Blau-Weiß 96) trifft in seinem ersten Heimspiel als neuer Chef-(Spieler-)Trainer auf Ligaprimus UHC Weißenfels (10. Februar), gegen den er hier im Pokal am Ball ist. Eine Woche zuvor gehts zum Schlusslicht TV Schriesheim

Felix Irrgang (Blau-Weiß 96) trifft in seinem ersten Heimspiel als neuer Chef-(Spieler-)Trainer auf Ligaprimus UHC Weißenfels (10. Februar), gegen den er hier im Pokal am Ball ist. Eine Woche zuvor gehts zum Schlusslicht TV Schriesheim

Foto: Michael Stemmer

Bundesliga-Floorballer sind trotz 4:7-Niederlage zum Rückrundenauftakt optimistisch für 2018. Felix Irrgang übernimmt das Traineramt

Schenefeld.  Ihr letztes Punktspiel des Jahres 2017 haben die Floorballer von Blau-Weiß 96 Schenefeld verloren. Das 4:7 (1:2, 0:3, 3:2) gegen die Red Devils Wernigerode war die siebte Niederlage aus zehn Partien. Und doch gelangen die diesjährigen Aufsteiger in die 1. Floorball-Bundesliga nach dem Rückrunden-Auftakt gegen den Ligazweiten aus dem Nordharz in ihrer Zwischen-Bilanz zu einem positiven Fazit. „Wir sind konkurrenzfähiger, als wir es noch vor Saisonbeginn gedacht haben“, sagte Teamsprecher Justus Karnath. „In den vorangegangene Serien hatten die Aufsteiger zu diesem Zeitpunkt meist deutlich weniger Punkte geholt und waren schon nahezu abgeschlagen. Wir dagegen sind Achter unter zehn Mannschaften und können damit relativ zufrieden sein.“

Damit nicht genug, hat der Liganeuling neben dem wachsamen Blick Richtung Tabellenende auch noch ein verheißungsvolles Ziel greifbar nah vor Augen. „Die unteren fünf Tabellenplätze liegen im Moment so dicht zusammen, dass sowohl ein Play-off-Platz denkbar ist, aber auch die unteren Play-down-Plätze nicht fern sind.“

Damit sich die Blau-Weißen zum Saisonende aus dieser Angebotslage das bessere Häppchen sichern können, müssen sie aber aus ihren bisherigen Auftritten lernen und weiterhin hart an sich feilen. Karnath: „Wir haben uns bis zum jetzigen Zeitpunkt von Spiel zu Spiel weiterentwickelt und an Erfahrung gewonnen; wir müssen dies aber auch in der Rückrunde beweisen.“

So bestätigt der Rückrundenauftakt eine Erkenntnis, die die Schenefelder schon zuvor gewonnen hatten. „Wir müssen konstanter werden; das hat das Match gegen Wernigerode auch nochmal gezeigt“, sagte Justus Karnath. „Dazu gehört eine bessere Chancenverwertung. Defensiv haben wir es dagegen meistens geschafft, recht gut zu stehen. Wir müssen aber noch daran arbeiten, leichte Fehler zu vermeiden.“ So konnten die Aufsteiger zwar gegen den Tabellenzweiten das Auftaktdrittel offen gestalten und den Schlussdurchgang sogar gewinnen, „aber nur zwei starke Drittel reichen halt nicht für einen positiven Abschluss“.

Das Unheil gegen die Wernigeroder hatte sogar einen Namen: Vojta Krupička. Der Goalgetter aus dem Harz (24 Tore, 8 Vorlagen) zeichnete in der Halle Achter de Weiden für vier der sieben Gästetreffer verantwortlich. Mehrfach in Phasen, als sich die Hausherren – angepeitscht von ihren gewohnt lautstarken Fans – im Aufwind befanden. „So gesehen beenden wir das Jahr mit einer ärgerlichen Niederlage“, sagte Justus Karnath im Wissen, dass mehr für sein Team möglich gewesen ist, als die vier Tore durch Johannes Gebauer, Benedikt Fiedrich, Tim Ole Sonntag und Kapitän Lasse Schmidt.

Die Verantwortung für die Trainingsarbeit, damit der Start ins neue Jahr bei Schlusslicht TV Schriesheim (13. Januar) gelingt, hat dann jemand anders. Spielertrainer Benedikt Fiedrich geht für ein Auslandssemester nach Västerås/Schweden, Felix Irrgang übernimmt. „Mich beruhigt, dass ich mir die Trainingsarbeit mit Johannes Gebauer teile. Aber bei der Aufstellung habe ich das letzte Wort“, sagte der neue Chefcoach. Der kann wegen fehlender Hallenzeit erst für den 8. Januar zur nächsten Vorbereitungseinheit einladen. „Das Spiel in Schriesheim ist sehr wichtig; wir können den Letzten mit einem Sieg auf Distanz halten. Das wird wegen der langen Anreise nicht einfach; aber ich weiß, was wir können, was für ein Potenzial wir haben.“