Fußball

Verstärkung aus der Liga bleibt ein Reizthema

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Wolfgang Helm
Sascha Richert (rechts) gehört zu denjenigen Pinneberger Liga-Akteuren, die der VfL II in seiner gegenwärtig schwierigen Situation wunderbar gebrauchen kann. Drei Treffer gingen gegen den HEBC auf sein Konto, ein Tor bereitete er auch noch vor

Sascha Richert (rechts) gehört zu denjenigen Pinneberger Liga-Akteuren, die der VfL II in seiner gegenwärtig schwierigen Situation wunderbar gebrauchen kann. Drei Treffer gingen gegen den HEBC auf sein Konto, ein Tor bereitete er auch noch vor

Foto: Meincke Kalle

Sechs Oberligaspieler des VfL helfen in der Landesliga der Zweiten, die im Nachholspiel 4:1 siegt. Diskussionen im Umland sind weiter angeheizt.

Pinneberg.  „Da habt ihr euch wohl schon für die Landesliga eingespielt“, stichelte Stelianos Vamvakidis, einst Vorgänger und Nachfolger von Michael Fischer als Trainer des HEBC, jetzt Ligaobmann am Reinmüllerplatz. Die Schärfe der Worte ließ Fischer zusammenzucken.

Der Coach der Oberliga-Fußballer des VfL Pinneberg, die zurzeit auf dem vorletzten Rang dümpeln, hatte sich erlaubt, der VfL-Reserve im Landesliga-Nachholtreffen gegen den HEBC sechs Akteure seines Aufgebots zur Verfügung zu stellen. Die Pinneberger Zweite siegte 4:1 (2:1) und machte sich keine Freunde. Bernhard Schwarz, Coach des Stadtrivalen TBS, spricht von „Wettbewerbsverzerrung“. Rainer Klaar, Manager des FC Elmshorn, verzieht das Gesicht: „Schön ist das alles nicht. Aber man muss sich wohl damit abfinden. “

Schon vergangene Serie hatte die VfL-Erste immer wieder Akteure für den Abstiegskampf der Zweiten abgestellt. Gegen den HEBC wirkten Sascha Richert, Christian Kulicke, Flemming Lüneburg, Christian Dirksen, Hendrik Boesten und Keeper Sinanudin Omerhodzic mit. Fischer hat ein reines Gewissen. „Dirksen, Lüneburg und Boesten benötigten unbedingt Spielpraxis. Richert fährt jetzt zwei Wochen in den Urlaub. Für was soll ich ihn schonen? Wenn die anderen nicht so hoch spielen und über die Möglichkeiten wie wir verfügen, ist das nicht mein Problem. “

Als dreifacher Torschütze (34., 63., 81.) trug Richert dazu bei, die Diskussionen im Umland anzuheizen. Zum 1:0 von Flemming Lüneburg leistete er die Vorarbeit per Hackentrick (10.). Doch die Pinneberger bewegen sich im Rahmen der Durchführungsbestimmungen. Auch gegen Schnelsen hilft die Erste wieder der Zweiten, wenn auch nicht im selben Umfang wie gegen den HEBC. Erst an den letzten vier Spieltagen tritt eine Sonderregelung in Kraft.

Nicht nur die VfL-Zweite will bis dahin ihr Schäfchen ins Trockene gebracht haben. Auch TBS, Blau-Weiß 96, die SV Halstenbek-Rellingen II und der FC Elmshorn hoffen im Kampf um den Klassenerhalt alsbald auf reichlich Punkte. Am besten sind die Aussichten für Blau-Weiß 96, am zehnten Spieltag einen Dreier zu realisieren. Mit einem vollständig gesundeten Spielmacher Emre Yayla strebt das Team gegen den SV Eidelstedt den ersten Heimsieg an.

Die längere Zeit verletzten Lars Hartmann und Gregor Adler befinden sich im Aufbautraining. Sorgenkind ist aber Außenverteidiger Loukianos Kattides, bei dem nach verschleppter Grippe Verdacht auf eine Herzmuskelentzündung besteht. TBS Pinneberg schöpft vor dem Gastspiel beim TSV Sasel Hoffnung aus den guten Resultaten vergangene Serie gegen den aktuellen Tabellenführer (3:2/1:1).

Beim FC Elmshorn beruft sich Rainer Klaar auf das 4:4 gegen TuS Osdorf am 10. April. „Warum sollte uns eine ähnliche Überraschung nicht erneut gelingen? Mit unseren schnellen Außenstürmern sind wir für jeden Gegner eine Bedrohung. “ Adrian Ghademi und Patrick Hiob, die beim 0:1 in Schnelsen fehlten, sind wieder am Ball. Ein Test gegen Bezirksliga-Spitzenreiter SSV Rantzau endete nach Toren von Oliver Pracht und Lasse Selgies sowie einem Barmstedter Selbsttor 3:2 (2:1).

Die SV Halstenbek-Rellingen II bereitete sich auf die Auswärtspartie beim SC Alstertal-Langenhorn in 3 x 30 Minuten vor. Beim 4:0-Testerfolg über die Sportfreunde Pinneberg waren Moritz Marquaß, Sergio Batista, Edon Bayra und Marco Müller erfolgreich.

Der Tabellenzweite Wedeler TSV ist bei einer Premiere dabei. Gastgeber Teutonia 05 trägt erstmals ein Heimspiel im Sternschanzenpark aus. Der Grand an der Kreuzkirche wird zurzeit zum Kunstrasen umgebaut. Die WTSV-Trainer Thorsten Zessin und Heiko Barthel verändern ihr Team. Im Gegensatz zum Oddset-Pokalspiel beim TSV Glinde gehören wieder Pablo Moreira, Sonay Hayran, Davor Celic und Tim Jobmann dem Kader an. Der TSV Uetersen ist am Wochenende spielfrei.

Landesliga

Blau-Weiß 96 – SV Eidelstedt
Spielbeginn: Freitag, 19.30 Uhr. HA-Tipp: 2:1 für Blau-Weiß. FC Elmshorn – TuS Osdorf
Spielbeginn: Freitag, 19.30 Uhr. HA-Tipp: 3:1 für Osdorf.
Teutonia 05 – Wedeler TSV
Spielbeginn: Sonntag, 13.30 Uhr. HA-Tipp: 2:0 für Wedeler TSV.
SC Alstertal-Langenhorn – SV HR II
Spielbeginn: Sonntag, 14 Uhr. HA-Tipp: 1:1.
VfL Pinneberg II – Germania Schnelsen
Spielbeginn: Sonntag, 15 Uhr. HA-Tipp: 1:1. TSV Sasel – TBS Pinneberg
Beginn: Sonntag, 15 Uhr. HA-Tipp: 3:2 für Sasel.

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