Kreis Pinneberg

Mehr Schäden: Sanierung der Landesstraßen gerät ins Stocken

Die Sanierung von Landesstraßen – hier eine Baustelle in Rellingen – gerät durch neue Erkenntnisse im Schadensbild im Kreis Pinneberg ins Stocken.

Die Sanierung von Landesstraßen – hier eine Baustelle in Rellingen – gerät durch neue Erkenntnisse im Schadensbild im Kreis Pinneberg ins Stocken.

Foto: Ulrich Stückler

Schäden sind massiver als angenommen. Welche Projekte deshalb im Kreis Pinneberg auf die lange Bank geschoben werden.

Kreis Pinneberg. Das Sanierungsprogramm für Landesstraßen, das vor drei Jahren gestartet wurde und bei dem inzwischen ein Drittel des 3500 Kilometer langen Netzes erneuert wurde, ist ins Stocken geraten – auch mit Auswirkungen im Kreis Pinneberg. Verkehrsminister Bernd Buchholz und Torsten Conradt, Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH), sagten am Dienstag, dass mehr und massivere Schäden vorliegen würden als noch 2018 prognostiziert.

„Das macht die Reparaturen langwieriger und kostspieliger“, so Buchholz. Zwar werden weiter bis zu 90 Millionen Euro pro Jahr auf die Straßen gebracht – doch würden die Baufirmen weniger Kilometer schaffen. Demnach verschiebt sich mehr als die Hälfte der Sanierungsprojekte um mindestens ein Jahr.

Im Kreis betrifft das die Sanierung der L 112 zwischen Steinburg und Hörnerkirchen, die deutlich aufwändiger als erwartet sei und deshalb „über mehrere Jahre verteilt werden“ müsse. Auch die Sanierung der L104 zwischen Schenefeld und Halstenbek sowie die Erneuerung der L103 in Schenefeld werden wegen Arbeiten an der A 23 und der Abstimmung mit Hamburg erst 2023 fortgesetzt.

Aktuell seien landesweit noch mehr als 767 Kilometer dringend sanierungsbedürftig, so der Minister. Bis Ende 2021 sollen aber immerhin mehr als 400 Kilometer Landesstraßen und 200 Kilometer Radwege fertig saniert sein. 500 Kilometer sollen in den kommenden vier Jahren folgen, so Buchholz. Dennoch stagniere der Anteil schlechter Landesstraßenabschnitte derzeit bei 27 Prozent. Die Erneuerung sei eine „Mammutaufgabe“.

( nib )

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