Prostitution

Wie viele Bordelle gibt es eigentlich im Kreis Pinneberg?

Bordelle im Kreis Pinneberg sind eher die Ausnahme. Aber es gibt welche – und neue Anträge für Prostitutionsstätten sind auch bereits gestellt. (Symboldbild)

Bordelle im Kreis Pinneberg sind eher die Ausnahme. Aber es gibt welche – und neue Anträge für Prostitutionsstätten sind auch bereits gestellt. (Symboldbild)

Foto: Andreas Arnold / dpa

Keine „Lovemobile“, aber einige Prostitutionsstätten – und auch neue Anträge: Das ist die Antwort des Kreises auf eine Anfrage.

Kreis Pinneberg. Nachdem die Kreis Wählergemeinschaft von der Verwaltung wissen wollte, wie viele Prostitutionsstätten es im Kreis Pinneberg gibt, liegt nun die Antwort vor. Den Angaben zufolge gebe es derzeit sieben Bordelle mit Erlaubnis. Davon befinden sich drei in Pinneberg, zwei in Rellingen und zwei in Elmshorn. Während der Pandemie (und dem Prostitutionsverbot) habe eine „Prostitutionsstätte mit Gastwirtschaft“ in Pinneberg dauerhaft geschlossen, so die Verwaltung.

Für Prostitutionsfahrzeuge, sogenannte Lovemobile, oder Prostitutionsveranstaltungen seien im Kreis bisher keine Erlaubnisanträge gestellt worden. Derzeit dauerten die Anmeldeverfahren für drei weitere Bordellbetriebe an, davon seien zwei Firmen im sogenannten Prostitutionsvermittlungsbereich tätig.

In Rellingen hat ein Objekt mit sogenannten Terminwohnungen nach der Pandemie noch nicht wieder geöffnet, verfüge jedoch weiterhin über die erforderliche Erlaubnis. Beschwerden über einzelne Prostitutionsstätten habe es bisher nicht gegeben.

Illegale Bordelle gibt es „vier bis fünf“

Aktuell gehen die Aufsichtsbehörden davon aus, dass es im Kreis „mindestens vier bis fünf unangemeldete Terminwohnungen“ gibt, deren Betreiber keine Erlaubnis haben. Da auch diese Etablissements zu den Prostitutionsstätten gehören, gibt es laufende Ermittlungen mit dem Zoll, der Polizei und dem Finanzamt sowie Kontrollen, um unangemeldete Betriebe ausfindig zu machen.

Basis dieser Auskunft sei das Prostitutionsschutzgesetz. Die Zuständigkeiten teilen sich eine Prostituiertenschutzbehörde und eine Prostitutionsgewerbeaufsicht. Der Kreis sei die zuständige Ordnungsbehörde. Oberste Aufsichtsbehörde ist das für Wirtschaft zuständige Ministerium.

( nib )

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