Elmshorn

„Auszeit am See“: Jetzt äußert sich der Noch-Eigentümer

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So sieht das Restaurant „Auszeit am See“ in Elmshorn aus (Archivbild).

So sieht das Restaurant „Auszeit am See“ in Elmshorn aus (Archivbild).

Foto: Anne Dewitz

Geschäftsführung widerspricht der Darstellung der Stadt Elmshorn, spät über geplanten Café-Verkauf informiert zu haben.

Elmshorn.  Die Leitung der Brücke Elmshorn widerspricht Darstellungen aus Politik und Verwaltung, die Stadt erst spät über den beabsichtigten Verkauf des Restaurants „Auszeit am See“ im Steindammpark informiert zu haben.

Wie berichtet, hat das Stadtverordnetenkollegium am vergangenen Sonnabend während einer Sondersitzung entschieden, dass die Stadt von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch macht und die Immobilie – sie steht auf städtischem Grund – selbst kauft.

Politik und Verwaltung wollen Shisha-Bar verhindern

Auf diese Art und Weise wollen Politik und Verwaltung verhindern, dass sich im Steindammpark womöglich eine Shisha-Bar etabliert. Der Kaufinteressent nennt als Geschäftszweck seiner neu gegründeten Firma unter anderem exakt das: den Betrieb von Shisha-Bars.

„Die Vorwürfe einer Nichtinformation weisen wir entschieden zurück“, sagt nun Irini Aliwanoglou, Geschäftsführerin der Paritätische Pflege SH, zu der die Brücke Elmshorn als Tochtergesellschaft gehört. Und weiter: „Die Stadt Elmshorn wurde bereits Anfang Februar 2020 in einem persönlichen Gespräch über die Verkaufsabsichten informiert. Ende Mai wurde der Verwaltung der notarielle Entwurf des Kaufvertrages zur Prüfung und Zustimmung zur Veräußerung zugestellt. Im Juni wurde uns schriftlich mitgeteilt, dass wir nicht vor dem Herbst mit einer Entscheidung rechnen können.“

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Ende Oktober Kaufvertrag vorgelegt

Ende Oktober 2020 seien dann alle Fraktionen schriftlich über den notariell beurkundeten, aber schwebenden Kaufvertrag zwischen dem Pächter und der Brücke Elmshorn informiert worden. „Auch die Gründe, welche die Veräußerung der Immobilie dringend notwendig machten, um die Existenz der Brücke Elmshorn zu sichern, wurden genannt“, so Irini Aliwanoglou.

Die Geschäftsführung so hinzustellen, als hätten sie der Stadt jetzt die Pistole auf die Brust gesetzt, Verwaltung und Politik nicht informiert und eingebunden, entspreche nicht der Realität. „Die Brücke Elmshorn hat bis jetzt darauf verzichtet, auf die bisher gemachten Äußerungen und Vorwürfe von verschiedenen Politikern eine Stellungnahme abzugeben, um nicht in einen laufenden Prozess einzugreifen“, so Aliwanoglou.

Die Brücke hat das Café, das sich wirtschaftlich nie gerechnet hat, früher selbst bewirtschaftet.

( sul )

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