Kreis Pinneberg

Uetersen gibt Eisenbahnfreunden Geld für Museum

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Bekommen Geld, damit ihre Ausstellung umziegen kann: die Eisenbahnfreunde Uetersen-Tornesch, hier Martin Riedel (v. l.), Jürgen Wieland und Rainer Cord. 

Bekommen Geld, damit ihre Ausstellung umziegen kann: die Eisenbahnfreunde Uetersen-Tornesch, hier Martin Riedel (v. l.), Jürgen Wieland und Rainer Cord. 

Foto: Anne Dewitz

Uetersener Ausstellung ist damit auf einem guten Weg. Zwist gab’s im Sozialausschuss beim Thema Langes Tannen.

Uetersen. Große Freude bei den Eisenbahnfreunden Uetersen-Tornesch. Ihr Antrag auf finanzielle Hilfe wurde am Donnerstagabend im Sozial- und Umweltausschuss in Uetersen mit knapper Mehrheit genehmigt. Die Politik stellt 35.000 Euro im Haushalt bereit, damit der Verein einen Doppelstock-Eisenbahnwagen kaufen kann. Er soll die neue Heimat des Vereins werden.

Unterstützung kam von SPD, Grünen und BfB. CDU und FDP äußerten Bedenken, die Bewilligung einer so hohen Summe könnte Anfragen anderer Vereine nach sich ziehen, die sich benachteiligt fühlten. Sie stimmten mit Nein. Am Ende wurde mit vier zu drei Stimmen (nach Pairing-Abkommen) für den Antrag gestimmt.

Jetzt braucht der Verein Sponsoren

„Wir danken allen, die uns unterstützt haben“, sagt Rainer Cord, Vorsitzender der Eisenbahnfreunde. „Da nun der Grundstock gelegt ist, kann die Arbeit richtig losgehen.“ Jetzt gehe es darum, weitere Sponsoren zu finden, denn die Kosten für Anschaffung und Überführung belaufen sich auf insgesamt 70.000 Euro. Der Verein hat auch einen Förderantrag beim Kreis gestellt, mit der Bitte um 20.000 Euro. Darüber wird frühestens am 25. Februar beraten. Auch die Stadt Tornesch möchte der Verein, in dem auch Mitglieder aus Tornesch aktiv sind, um Hilfe bitten.

Der Eisenbahnwagon, in dem ein Museum mit regelmäßigen Öffnungszeiten eingerichtet werden soll, könnte auf den Gleisen der Uetersener Eisenbahn- und Infrastruktur mbH abgestellt werden, wenn diese zustimmt – gleich neben dem Güterschuppen am Ostbahnhof Uetersen. Dort an der Bahnstraße, gleich neben der KViP (Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg), hatte der 1989 gegründete Verein seit Jahren seine Heimat. Die 250 Quadratmeter große Halle gehört der Uetersener Eisenbahn- und Infrastruktur, einer Tochtergesellschaft der KViP und die braucht die Räumlichkeiten nun selbst, weil sie dort eine Wartungshalle für Elektrobusse einrichten möchte.

Von der Deutschen Bahn wurde ein frisch ausrangierter, vollausgestatteter Doppelstockwagen vom Typ B7474 aus Mukran auf Rügen angeboten. „Wir wollen aber auch noch andere Angebote einholen“, sagt Cord.

Streit um gefällte Bäume geht weiter

Thema im Sozial- und Umweltausschuss war auch die Diskussion um die gefällten Bäume am ehemaligen Reitplatz von Langes Tannen. Einstimmig wurde eine gemeinsame Begehung beschlossen, an der Vertreter aus Politik, Verwaltung, der Unteren Umweltschutzbehörde, der Unteren Denkmalschutzbehörde, dem Forstamt, dem Testamentsvollstrecker und dem Förderverein Langes Tannen teilnehmen sollen.

Zum Hintergrund: Der ehemalige Reitplatz und der Obstgarten in Langes Tannen sollen nach historischem Vorbild wiederhergestellt werden. Darüber herrscht auch weitgehend Einigkeit. Allerdings nicht über den Umfang der Entnahme einiger dünnerer Bäume und Sträucher am Rande des Reitplatzes durch Mitarbeiter des Betriebshofes im Auftrag der Stadtverwaltung.

Insbesondere die Sozialdemokraten und die Liberalen sagen, es wurde zu viel gefällt und somit gegen den Beschluss des Sozial- und Umweltausschuss verstoßen. Die Verwaltung soll nun erklären, wie es dazu kam und einen gemeinsamen Termin für den Ortsbesuch mit allen Beteiligten zur Klärung koordinieren.

( ade )

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