Kreis Pinneberg

Jenoptik AG kauft Wedeler Firma Trioptics

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Der Sitz der Firma Trioptics in Wedel.

Der Sitz der Firma Trioptics in Wedel.

Foto: Katy Krause / HA

Thüringer Weltkonzern übernimmt den Wedeler Hersteller optischer Testsysteme bis Ende 2021. Gründer bleibt Geschäftsführer.

Wedel.  Die Wedeler Firma Trioptics, einer der führenden Hersteller von optischen Testsystemen, geht in der Jenoptik AG auf. Das haben beide Firmen nun bekannt gegeben. Demnach übernimmt der thüringische Weltkonzern zunächst 75 Prozent der Trioptics-Anteile, bis Ende kommenden Jahres auch den Rest.

Trioptics soll als eigenständige Marke erhalten bleiben. Gründer und bisheriger Eigentümer Eugen Dumi­trescu und der technische Direktor Stefan Krey bleiben Geschäftsführer in Wedel (Kreis Pinneberg) – „in unveränderter Organisation und mit dem gleichen Personal und Management“, wie es in einer Mitteilung heißt.

Firma Trioptics aus Wedel wird schrittweise übernommen

„Gemeinsam mit Jenoptik können wir noch besser von den Wachstumspotenzialen profitieren, die gerade durch die nächste Welle der Digitalisierung mit ihrem rasant steigenden Bedarf an Connectivity, Virtual Reality und Digital Imaging entstehen“, so Eugen Dumitrescu. „Dank der durch den gemeinsamen Marktauftritt realisierbaren Synergien werden wir das dynamische Wachstum der letzten Jahre fortsetzen.“

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Und Jenoptik-Chef Stefan Traeger sagt: „Die Übernahme von Trioptics ist ein richtungsweisender Schritt bei der strategischen Weiterentwicklung von Jenoptik und der angestrebten Fokussierung des Konzerns auf Optik und Photonik. Wir beschleunigen unser profitables Wachstum und stellen unser Geschäft auf eine breitere und internationalere Basis. Mit der Transaktion können wir unseren Kunden ein noch umfassenderes Portfolio für die Anwendungen der digitalen Welt anbieten.“

Trioptics beschäftigt 400 Mitarbeiter

Eugen Dumitrescu hatte Trioptics 1992 als Ein-Mann-Betrieb gegründet. Heute beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben ungefähr 400 Mitarbeiter in Wedel sowie an Standorten in Frankreich, Japan, China, Korea, Taiwan und in den USA. Mithilfe der Messgeräte aus dem Hause Trioptics werden beispielsweise Kameralinsen, Teleskope und Medizintechnik auf ihre Qualität hin überprüft. Erst vor gut zwei Jahren war die Firma von ihrem bisherigen Sitz an der Hafenstraße in einen 15 Millionen Euro teuren Neubau am Strandbaddamm umgezogen.

In einem Gespräch mit Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) anlässlich des Umzugs hatte Firmengründer Dumitrescu seinerzeit beklagt, dass es schwer sei, Fachkräfte zu finden, dass etliche Positionen noch unbesetzt seien. „Der Arbeitsmarkt ist leergefegt“, sagte er. Insbesondere fehle es aus Sicht von Trioptics an Ingenieuren aus den Bereichen Physik und Optik.

( sul )

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