Pinneberg
Kreis Pinneberg

Lösung für Pinneberger Schulstreit in Sicht

Thomas Gerdes, Rektor der Grund- und Gemeinschaftsschule in Pinneberg, schrieb einen Brandbrief.

Thomas Gerdes, Rektor der Grund- und Gemeinschaftsschule in Pinneberg, schrieb einen Brandbrief.

Foto: Andreas Daebeler / HA

Nach zähen Verhandlungen einigen sich die Politiker auf einen Kompromiss. Ab 2023 sollen nun doch drei Bauprojekte verwirklicht werden.

Pinneberg. Der Weg zur Sanierung der Pinneberger Schulen scheint gefunden. Während einer gemeinsamen Sitzung des Finanz- und des Schulausschusses einigten sich die Politiker mit leichten Modifizierungen auf einen Vorschlag der Verwaltung, wonach sowohl Anbau und Mensa an der Rübekampschule, als auch der Anbau an der Grund -und Gemeinschaftsschule (GuGS) und der Ersatzbau an der Grundschule Thesdorf angeschoben werden kann.

In einem Brandbrief an die Politiker hatte zuvor GuGS-Rektor Thomas Gerdes noch davor gewarnt, die Projekte gegeneinander auszuspielen. Dabei sei er sich mit der Schulleiterin der GS Thesdorf einig. Denn die Verwaltung hatte den Politikern vorgerechnet, dass es die Vorgaben der Kommunalaufsicht des Innenministeriums in Kiel nicht zulassen, alle Projekte gleichzeitig anzugehen. Der gordische Knoten wurde jedoch wenige Tage vor der Sitzung durch das Kieler Bildungsministerium durchschlagen, in dem es die Zusage gab, dass die vollen Fördersummen auch dann fließen können, wenn in mehreren Bauabschnitten gearbeitet wird.

Verwirklicht werden soll nun der Anbau an der Grund- und Gemeinschaftsschule Quellental mit geschätzten Baukosten von 11,2 Millionen Euro. Auch der Ersatzbau an der Grundschule Thesdorf soll angeschoben werden. Jedoch muss dieses Projekt in zwei Bauabschnitte geteilt werden. 11,2 sowie 7,2 Millionen Euro werden als Investitionssummen geschätzt.

Die Verwaltung wollte allerdings erst 2025 in Thesdorf beginnen, was auf die Kritik von Ausschussmitgliedern stieß. Auf ihr Betreiben soll der Baubeginn auf 2023 vorverlegt werden. In Konkurrenz zu diesen beiden Projekten stand bis vor kurzem der Anbau und die Mensa an der Rübekampschule. Dieses Projekt kann jetzt kurzfristig doch angegangen werden. Voraussichtlich sechs Millionen Euro sollen Mensa und Anbau kosten. Der Rat, der am Donnerstag, 21. November, von 18.30 Uhr an im Rathaus tagt, muss die Empfehlung noch absegnen.