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Kreis Pinneberg

Der erste Bagger rollt im Wedeler Businesspark

So sollen die fünf Elbcubes eines Tages aussehen. Der größte in der Mitte wird jetzt gebaut.

So sollen die fünf Elbcubes eines Tages aussehen. Der größte in der Mitte wird jetzt gebaut.

Foto: HA

Elbcube wird ohne geltenden Bebauungsplan begonnen. Im Februar soll der Rohbau stehen, in einem Jahr das Gebäude fertig sein.

Wedel.  Die Stadtverwaltung hatte es schon voreilig am 21. Oktober verkündet, nun haben tatsächlich die Bauarbeiten in Wedels Vorzeigeprojekt, dem Businesspark am Tinsdaler Weg, begonnen. Ein Bagger und eine Baugrube zeugen davon. Dort soll das größte der fünf Elbcubes genannten Bürogebäude stehen. Er habe eine Baubeginnanzeige bei der Stadt Wedel gestellt, erklärt Armin Liefländer, der mit seiner Firma Umbauter Raum als Projektplaner fungiert. Im Oktober, als das Rathaus die Botschaft vom Start in dem jahrelangen Planungsprozess verkündete, hatte es lediglich ein Vorbereitung des Baufeldes gegeben (wir berichteten).

Im Dezember sollen nun die Fundamente fertig sein, so der Planer. Derzeit werden die Aufträge für den Rohbau vergeben. Die Arbeiten erfolgen im Vollmontagebau. Ende Februar soll das sieben Stockwerke hohe Gebäude stehen. 2800 Quadratmeter Fläche soll geschaffen werden. Zusammen mit den anderem vier Elbcubes sollen es 8900 Quadratmetern werden. Der Businesspark umfasst 180.000 Quadratmeter.

Gastronomiebetreiber gesucht

Nach der Fertigstellung des Rohbaus folgt der Innenausbau. Im Herbst soll das erste der würfelartigen Gebäude fertig sein. Liefländer berichtet, dass bis auf das Erdgeschoss alle Büroflächen des ersten Elbcubes vergeben sind. Für das Erdgeschoss wird noch ein Gastronomiebetreiber gesucht. Und ein Unternehmen will einen der weiteren Bürotürme komplett mieten oder kaufen.

Obwohl die Bauarbeiten begonnen haben, gibt es noch kein geltendes Baurecht für den Businesspark. Derzeit wird am Satzungsbeschluss für den B-Plan 88 gearbeitet. Nachdem das Oberverwaltungsgericht Schleswig den Bebauungsplan in einem Eilverfahren außer Kraft gesetzt hat, arbeitet die Politik an einem neuen Plan. Derzeit gibt es mehrere juristische Auseinandersetzungen um das Mega-Projekt auf dem ehemaligen Raffineriegelände. Bürgermeister Niels Schmidt wird allerdings nicht müde zu betonen, dass die Erteilung der Baugenehmigung im Rahmen einer Einzelfallentscheidung richtig war. In der Pressemitteilung vom 21. Oktober hatte der Verwaltungschef erklärt, dass das Rathaus „das Genehmigungsverfahren ist mit großer Sorgfalt unter Beteiligung der zuständigen Behörden und Institutionen durchgeführt“ hat.