Pinneberg
Halstenbek

Ehrenamtliche für Flüchtlingsbetreuung gesucht

Auf der Bank neben Kristina Wottrich sind Plätze frei: Halstenbeks Integrationsbeauftragte sucht freiwillige Helfer.

Auf der Bank neben Kristina Wottrich sind Plätze frei: Halstenbeks Integrationsbeauftragte sucht freiwillige Helfer.

Foto: Arne Kolarczyk

Halstenbeks Integrationsbeauftragte Kristina Wottrich ist seit einem Jahr im Amt und will nun noch mehr Hilfestellung leisten.

Halstenbek.. Kristina Wottrich ist seit einem Jahr Halstenbeks Integrationsbeauftragte – und hat mit ihrer Arbeit überzeugt. Zumindest die Kommunalpolitik: Einstimmig hat die vor der Sommerpause die befristet geschaffene Stelle in der Verwaltung in einen Dauer-Arbeitsplatz umgewandelt. Sehr zur Freude der 31-Jährigen, die jetzt mit einem öffentlichen Aufruf um neue Ehrenamtliche für die Flüchtlingsarbeit in der Gemeinde wirbt. „Wir brauchen weitere Unterstützung.“

Mit Wirkung zum Juli vergangenen Jahres hatte die Gemeinde den Teilzeitjob der Ehrenamtskoordinatorin in eine Vollzeitstelle für Integration umgewandelt. Den Zuschlag bekam Kristina Wottrich, die langjährige Erfahrung in der Flüchtlingsarbeit vorweisen konnte und zuletzt in Köln als Referentin für Migration und Integration tätig war. „Als Integrationsbeauftragte bin ich sowohl Ansprechpartnerin für die Ehrenamtlichen als auch für Flüchtlinge selbst, außerdem bin ich für alle hilfsbedürftigen Halstenbeker zuständig“, erläutert die 31-Jährige ihren Tätigkeitsbereich.

300 Flüchtlinge aus 15 Ländern leben in der Gemeinde. „Überwiegend kommen die Menschen aus Syrien und Afghanistan, aber wir haben auch Geflüchtete aus Iran, Armenien, der Russischen Föderation und dem Irak.“ Der Großteil lebe inzwischen in normalen Wohnungen, einige aber auch weiterhin in den gemeindlichen Unterkünften. Die Gemeinde hat 2015, als die Zahl der Asylbewerber deutschlandweit rasant anstieg, die Initiative „Willkommen in Halstenbek“ gegründet. 70 Ehrenamtliche sind derzeit dort aktiv, etwa die Hälfte betreut als Paten direkt geflüchtete Menschen.

Es gibt verschiedene Angebote in Halstenbek

„Wir haben unterschiedliche Angebote“, erläutert die Integrationsbeauftragte. Es gebe etwa die Fahrradwerkstatt, das Repair-Café sowie einen Nachhilfe-Pool, der sich noch im Aufbau befindet. Zweites Standbein sei das Patensystem. „Unsere Paten begleiten die geflüchteten Personen etwa bei Behördengängen oder Arztbesuchen“, so die 31-Jährige. Sie sucht für beide Bereiche, also die Gruppenangebote und die individuelle Betreuung, weitere Freiwillige. „Ich würde mich auch über junge, berufstätige Menschen freuen.“ Der zeitliche Einsatz könne flexibel gewählt werden. Wottrich: „Wichtig ist, dass die Personen eine offene Einstellung gegenüber Menschen aus anderen Kulturen haben und etwas Flexibilität mitbringen.“ Im Gegenzug könnten sie viel neues von den Flüchtlingen lernen, eventuelle neue Freundschaften aufbauen und Integrationsfortschritte beobachten und mit begleiten.

Einmal im Monat ein Austauschtreffen für Ehrenamtliche

Die Integrationsbeauftragte bietet einmal im Monat ein Austauschtreffen für die Ehrenamtlichen an, bei besonderen Problemen hilft die Migrationsberatung der Diakonie. Häufig wird auch zusammen gefeiert – etwa am 17. August beim fünften „Sommerfest der Willkommenskultur“. Wer sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit interessiert, erreicht Kristina Wottrich im Halstenbeker Rathaus unter der Telefonnummer 04101/49 11 22. Für ein persönliches Gespräch steht die Integrationsbeauftragte auch am Freitag, 26. Juli, zwischen 10 und 11.30 Uhr auf dem Halstenbeker Wochenmarkt zur Verfügung.