Pinneberger Bahnhof

Politiker vertagen Entscheidung über Fahrradparkhaus

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Pinnebergs Bahnhof, wie er mal geplant war: Rechts das Fahrradparkhaus mit Supermarkt im Erdgeschoss.

Pinnebergs Bahnhof, wie er mal geplant war: Rechts das Fahrradparkhaus mit Supermarkt im Erdgeschoss.

Foto: HA

Baut die Stadt selbst, nachdem die Bahn dem geplanten Kombigebäude mit Supermarkt eine Absage erteilt hat? Kosten noch ungeklärt.

Pinneberg.  Weil die Politiker aus dem Ausschuss für Stadtentwicklung noch viele Fragen zum Thema haben, ist auf der Ratsversammlung am Dienstag die Abstimmung über den Bau des städtischen Fahrradparkhauses am Bahnhof vertagt worden. Ob die Stadt Pinneberg das Fahrradparkhaus an der Nordseite am Fahlt selbst baut, war Gegenstand der Sitzung des Ausschusses am 21. Mai gewesen. Der Ausschussvorsitzende Carl-Eric Pudor erklärt, was einen Beschluss bislang verhindert: „Uns geht es bei unseren Fragen vor allem um die Kosten. Es ist nämlich nicht geklärt, wer das Fahrradparkhaus betreiben soll.“

Seit die Deutsche Bahn das anfängliche Mischnutzungskonzept abgeschmettert hatte, das vorsah, das Fahrradparkhaus zu bauen, aber die Kosten durch einen darin betriebenen kleinen Supermarkt zu decken, bekannte sich die Pinneberger Politik grundsätzlich zu dem Wunsch, dass die Stadt das Haus nun komplett selbst baue. Die vorläufigen Gesamtkosten lägen bei rund 3,3 Millionen Euro, von denen Bund und Land 85 Prozent trügen, sodass Pinneberg nur noch etwa 500.000 Euro beisteuern müsste.

„Wir möchten nun wissen, warum zum Beispiel das Dach nicht mit genutzt wird, ob alle Plätze kostenpflichtig vermietet werden, wie haltbar das Gebäude ist und wer es eigentlich künftig unterhält“, sagt Pudor. „Alle diese Fragen haben wir an die Verwaltung gestellt und hoffen, dass wir bis zum nächsten Stadtentwicklungsausschuss am 18. Juni Antworten darauf bekommen.“ Fördergeld ist für das Jahr 2019 bereits beantragt, „Baubeginn wäre dann 2020“, bestätigt Pudor. Im nächsten Jahr soll dann ja auch das historische Bahnhofsgebäude saniert werden.

Als Grundlage für die Stellplatzberechnungen können die Ergebnisse der Personenstromanalyse der Deutschen Bahn dienen, die einen Zuwachs an Nutzern von 22.000 (2013) auf 26.500 im Jahr 2040 prognostiziert hatte (wir berichteten). Davon ausgehend, dass jeder zehnte Bahnfahrer per Rad zum Bahnhof komme, entsteht demnach ein Bedarf von mehr als 2000 Stellplätzen. Das soll in die Neuplanung mit einfließen.

( eng )

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