Pinneberg
Kreis Pinneberg

Der Fahrplanwechsel bringt Verbesserungen mit sich

Von Pinneberg nach Hamburg: Für viele Passagiere gibt es mit dem Fahrplanwechsel mehr Möglichkeiten und mehr Platz in den Zügen.

Von Pinneberg nach Hamburg: Für viele Passagiere gibt es mit dem Fahrplanwechsel mehr Möglichkeiten und mehr Platz in den Zügen.

Foto: Mirjam Rüscher

Ab heute greifen die Änderungen für Pendler. Längere Züge auf den Linien S1 und S3 im Einsatz. Nordbahn verändert Abfahrtszeiten.

Kreis Pinneberg.  Raus aus dem Bus, die Treppe hoch hasten und dann schnell in die Bahn, bevor die Türen schließen. Man ist abgehetzt, und dann ist es auch noch voll. Pendeln kann stressig sein. Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) will Abhilfe schaffen und bessere Bedingungen schaffen. Mit seiner „großen Angebotsoffensive“, die zum aktuellen Fahrplanwechsel gestartet ist, gibt es einige Veränderungen im öffentlichen Nahverkehr, die nun greifen. „Die diesjährige Angebotsausweitung ist die umfangreichste seit vielen Jahren. Die Verkehrsunternehmen im HVV bieten zahlreiche zusätzliche Fahrten und Taktverdichtungen im gesamten Netz an. Bei U- und S-Bahn und auf vielen Buslinien setzen wir größere Fahrzeuge ein“, erklärt Dietrich Hartmann, Geschäftsführer des HVV.

Von den Veränderungen im neuen Fahrplan soll nicht nur Hamburg, sondern auch der Kreis Pinneberg profitieren. Einige Verbesserungen sind insbesondere für die Pendler im Kreis interessant. So gibt es tagsüber und abends keine Kurzzüge mehr und eine deutlich dichtere Taktung auf vielen Linien.

Neu: Linie S3 fährt am Wochenende nachts durch

Die Änderungen betreffen zum Beispiel die S-Bahnlinie 3, die zwischen Pinneberg und Stade verkehrt. In den Hauptverkehrszeiten morgens und abends wird der Einsatz von Langzügen mit neun Wagen ausgeweitet, damit gibt es künftig mehr Platz. Und auch für Nachtschwärmer gibt es gute Nachrichten: Am Wochenende verkehrt die S3 nachts im Stundentakt zwischen Stade und Pinneberg. Außerdem gibt es eine zusätzliche Fahrt um 1.09 von Pinneberg nach Hamburg. Längere Züge kommen zudem auf der Linie S1 in den Randstunden, am Wochenende sowie im Nachtverkehr zum Einsatz.

Auch bei den Bahnverbindungen gibt es Veränderungen. So kommen Pendler auf der Strecke zwischen Elmshorn und Hamburg am Freitag bereits eine Stunde früher wieder nach Elmshorn. Die Regionalbahn 61 der Nordbahn fährt anstatt um 15.48 Uhr bereits um 14.48 Uhr vom Hamburger Hauptbahnhof in Richtung Elmshorn.

Wer am Sonntagmorgen nach Hamburg möchte, kann um 7.55 Uhr in Elmshorn in den Regionalexpress 7 steigen. Der Halt wurde zusätzlich eingerichtet, Ankunft am Hamburger Hauptbahnhof ist um 8.19 Uhr.

Veränderungen ergeben sich auch bei den späten Bahnverbindungen ab Hamburg-Altona: Der Zug, der bislang um 22.40 Uhr Richtung Husum abfuhr, startet nun fünf Minuten später. Dadurch wird der Anschluss an den Regional Express 7 aus Richtung Kiel/Neumünster in Elmshorn noch möglich.

Rellingen: Gewerbegebeit besser angebunden

Nicht nur auf den Schienen, sondern auch auf der Straße ändert sich etwas, zum Beispiel bei den Buslinien 6500 – 6504. Nach der Hauptverkehrszeit morgens im Stadtverkehr Elmshorn gibt es verlängerte Übergangszeiten von und zu den Zügen des Regionalverkehrs. Dadurch ändern sich die Abfahrtszeiten. Auf der Linie 6504 wird Klein Nordende sonnabends bis in den späten Nachmittag angefahren. Die Linie 6503 wird dann von und bis Am Park geführt.

In Rellingen wird das Gewerbegebiet besser angebunden. Die Fahrten der Linie 195 werden zugunsten der Schichtzeiten verschoben. Die dadurch entstehenden Lücken in der Taktung sollen durch zusätzliche Fahrten im Spätverkehr geschlossen werden.

Doch nicht für alle ist der Fahrplanwechsel Grund zur Freude: So wurde die Unterlinie des Busses 594 in Pinneberg über Bismarckstraße – Haidkamp und Flensburger Straße eingestellt. Zwei Jahre lang wurde die Streckenführung als Pilotphase getestet, um Pinnebergs Gewerbegebiet in der Flensburger Straße besser anzuschließen. Trotz „vielversprechender Zahlen“, wie Pinnebergs Wirtschaftsförderer Stefan Krappa sagt, war das Ende absehbar: „Wegen des Engpasses in der Bismarckstraße hatte der Bus häufig Verspätung und außerdem wurde die Straße in Mitleidenschaft gezogen.“ Der Kreistag lehnte alternative Routen aus Kostengründen ab. „Es gab nach dem derzeitigen Stand keine andere Chance, als die Linie einzustellen“, sagt Krappa. Nun heißt es, abwarten. Man werde beobachten, wie sich der Wegfall der Unterlinie auswirke.

Route für die Linie 2 soll im nächsten Jahr angepasst werden

Abwarten heißt es auch in Schenefeld: Der Kreistag hat zwar beschlossen, die Metrobuslinie 2 bis zum XFEL-Forschungscampus zu verlängern, die Entscheidung kam jedoch zu spät für diesen Fahrplanwechsel. Die Route für die Linie 2 soll im kommenden Jahr angepasst werden. Dann erreichen nicht nur die Mitarbeiter des Röntgenlasers leicht ihre Arbeitsstätte, auch der Flughafen und der Hauptbahnhof sind dann aus Schenefeld besser zu erreichen.

Bauarbeiten zwischen Weihnachten und Jahresanfang:

Ab 25. Dezember wird am Hamburger Hauptbahnhof und in Hamburg-Eidelstedt gebaut. Die Gleise zwischen Hauptbahnhof, Altona und Eidelstedt werden gesperrt – das hat auch Auswirkungen auf den Bahnverkehr im Kreis Pinneberg. Zwischen dem 25. Dezember, 18 Uhr, und dem 2. Januar, 4 Uhr, fallen die Züge der Linie RE 6 zwischen Hamburg und Elmshorn aus. Fahrgäste können auf die Linie RE 70 umsteigen, die über eine Umleitung nach Hamburg Hbf fährt. Es werden Direktbusse zwischen Elmshorn und Hamburg-Altona eingesetzt. Die Nordbahn-Züge der Linie RB 61 fahren nur zwischen Itzehoe und Pinneberg. Die Linie RE 70 zwischen Kiel und Hamburg ist mit verlängerten Fahrzeiten unterwegs. Während der Bauarbeiten fährt sie zwischen 6 und 21 Uhr täglich, die Ankunfts- und Abfahrtszeiten sind verändert. Die Züge werden mit acht Wagen ausgestattet und damit die maximal mögliche Kapazität von 700 Sitzplätzen bieten. Vor 6 und nach 21 Uhr fallen die Züge zwischen Hamburg und Pinneberg aus, Fahrgäste können dann die S-Bahnlinie 3 nutzen. Auch die Nordbahnlinie RB 71 fährt nicht zwischen Pinneberg und Hamburg. Die Verstärkerzüge zwischen Hamburg-Altona und Elmshorn fallen montags bis freitags aus.