Pinneberg
Kreis Pinneberg

Amnestie: 88 illegale Waffen abgegeben

Ob Pistolen, Gewehre oder Messer – wie viele illegale Waffen in den Schränken der Schleswig-Holsteiner lagern, kann keiner genau beziffern

Ob Pistolen, Gewehre oder Messer – wie viele illegale Waffen in den Schränken der Schleswig-Holsteiner lagern, kann keiner genau beziffern

Foto: Friso Gentsch / dpa

Ein Jahr lang hatten die Bürger Zeit, die illegalen Waffen und Munition straffrei bei den Behörden und der Polizei abzugeben.

Kreis Pinneberg.  Es sind insgesamt 88 illegale Waffen, die im Rahmen einer bundesweiten Amnestie bei der Kreisverwaltung in Elmshorn abgegeben worden sind. Das teilte Kreissprecher Oliver Carstens auf Abendblatt-Anfrage mit. Die Regelung, nach der in Deutschland illegale Waffen straffrei bei den Waffenbehörden und bei der Polizei abgegeben werden konnten, galt seit dem 6. Juli 2017 und war Anfang Juli ausgelaufen.

„Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 438 Waffen bei uns abgegeben“, so Carstens weiter. Der Großteil seien reguläre Waffen gewesen – etwa wenn jemand seinen Waffenschein nicht verlängert oder sich eine neue Waffe angeschafft hat. „88 Waffen fallen unter die Amnestie. Es handelte sich um 42 Kurz- und 46 Langwaffen“, so der Kreissprecher weiter. Diese würden in der Regel vernichtet.

Bereits 2009 war es nach dem Amoklauf von Winnenden zu einer bundesweiten Waffenamnestie gekommen. Der jetzigen Neuauflage lag kein konkretes Ereignis zugrunde. Ziel war es, die Zahl der illegalen Waffen zu verringern. In Schleswig-Holstein wurden im Rahmen der Amnestie 1854 solcher Lang- und Kurzwaffen abgegeben. Laut Bilanz des Innenministeriums waren 258 in illegalem Besitz. „Jede abgegebene Waffe ist ein Erfolg. Insbesondere im zweiten Halbjahr stiegen die Abgabezahlen noch einmal an“, sagt Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU). 2009 waren landesweit noch 6460 legale und illegale Waffen abgegeben worden.