Pinneberg
Elmshorn

Beschäftigungsgarantie für Straßenwärter

Der Elmshorner Standort der Autobahnmeisterei soll erhalten bleiben

Der Elmshorner Standort der Autobahnmeisterei soll erhalten bleiben

Foto: Jens-Ulrich Koch / picture alliance / Jens-Ulrich K

Die Autobahnmeisterei Elmshorn gibt Zuständigkeit für die Autobahn 23 ab, aber der Standort in der Krückaustadt bleibt erhalten.

Elmshorn.  Die Straßen- und Autobahnmeisterei Elmshorn wird voraussichtlich vom Jahr 2021 an die Zuständigkeit für die Pflege der Autobahn 23 im Kreis Pinneberg abgeben. Hintergrund sind Pläne des Bundes, eine Fernstraßengesellschaft zu gründen. Autobahnen werden demnach künftig von der Infrastrukturgesellschaft Autobahnen GmbH und einem Fernstraßen-Bundesamt verwaltet. Bislang kümmern sich im Auftrag des Bundes die Länder um die Autobahnen – in Schleswig-Holstein in Gestalt des Landesbetriebs Verkehr und Straßenbau (LBV) mit seiner für den Kreis Pinneberg zuständigen Niederlassung in Itzehoe.

Die beiden Meistereien im Kreis Pinneberg – außer in Elmshorn gibt es noch einen Standort in Quickborn – bleiben trotz der Umstrukturierung bestehen. Während einer Betriebsversammlung des LBV in Neumünster hat Verkehrsstaatssekretär Thilo Rohlfs den rund 1500 Mitarbeitern am Donnerstag eine Art Beschäftigungsgarantie gegeben. „Dort, wo heute Kollegen des LBV arbeiten, werden auch künftig Kolleginnen und Kollegen des Landesbetriebs arbeiten“, so Rohlfs. „Das war eine der wichtigsten Rahmenbedingungen, auf die wir uns in den vergangenen Monaten im engen Schulterschluss mit den Personalvertretungen, der LBV-Spitze und dem Ministerium verständigt haben.“ Alle fünf LBV-Standorte in Flensburg, Kiel, Rendsburg, Itzehoe und Lübeck mit ihren nachgegliederten Mei-stereien blieben bestehen.

Schon im kommenden Jahr will der LBV an seinen internen Strukturen schrauben. Direktor Torsten Conradt sagte, das werde dazu beitragen, die bisherigen Aufgaben noch wirkungsvoller zu erledigen. Dazu gehörten außer der Planung, dem Bau und der Erhaltung der Bundes-, Landes- und teils auch Kreisstraßen die Gehölzpflege und der Winterdienst. „Eine Straffung erreichen wir vor allem durch die Einführung flacher Hierarchien und damit kürzerer Entscheidungswege“, so Conradt. Mehr Flexibilität erlaube, zukünftig besser auf regionale Schwankungen in der Aufgabenverteilung im Land und auf regional unterschiedliche Bewerberzahlen bei Einstellungen von Nachwuchskräften zu reagieren. Anstelle der Niederlassungen werde es künftig Geschäftsbereiche in Kiel mit Regionaldezernaten vor Ort geben, die weiterhin Ansprechpartner vor allem der Kreise und Kommunen sein sollen.

Auch hier gelte eine Arbeitsplatzgarantie, wie der Gesamtpersonalratsvorsitzende Ralf Wrobel betonte: „Niemand muss gegen seinen Willen den Arbeitsort wechseln. Wer mag, der kann wechseln, wer nicht will, wird nicht gezwungen.“

Von wo aus die A 23 künftig betreut wird, ist noch nicht abschließend geklärt. Die neue Infrastrukturgesellschaft Autobahnen GmbH wird ihren Sitz in Berlin haben. Eine von zehn Niederlassungen wird den Planungen zufolge in Hamburg aufgebaut, sie soll in Schleswig-Holstein zwei dauerhafte Außenstellen in Rendsburg und Lübeck haben. Das Land hat dem Bund vorgeschlagen, im Großraum Itzehoe eine neue Autobahnmeisterei für die A 23 zu bauen.

Die Straßenmeisterei in Quickborn hat ihre Zuständigkeit für die A 7 schon vor drei Jahren abgegeben und betreut seitdem nur noch Bundes- und Landesstraßen. Die neue Autobahnmeisterei befindet sich in Nützen (Kreis Segeberg), sie wird von Via Solutions betrieben; die Firma baut und unterhält für 30 Jahre 59 Kilometer der A 7.