Pinneberg
Sicherheit

SPD hat eine Idee für Quickborns Polizei

Michael Unger, Vorsitzender des Marketingvereins Quickborn, der jüngst Unterschriften für einen Standort in der Innenstadt gesammelt hat

Michael Unger, Vorsitzender des Marketingvereins Quickborn, der jüngst Unterschriften für einen Standort in der Innenstadt gesammelt hat

Foto: Burkhard Fuchs

Neue Station könnte in der Quickborner Innenstadt auf einem Grundstück der Stadtwerke entstehen. CDU sieht den Vorschlag kritisch.

Quickborn.  Die Quickborner SPD meint, jetzt den „idealen zentralen Standort“ für eine neue Polizeistation in der City gefunden zu haben. Auf einem freien Gelände an der Marktstraße, auf dem ehemals ein Kino stand und das die Stadtwerke nebenan vor einem halben Jahr gekauft haben, könnten Polizei und Rettungsdienste in einem Gebäude zusammengeführt werden.

Die Idee sei genauso faszinierend wie einleuchtend, sind SPD-Fraktionschefin Astrid Huemke und Ratsherr Karl-Heinz Marrek, der dem Aufsichtsrat der Stadtwerke angehört, von ihrem Vorschlag überzeugt. Die Politik müsse entscheiden, ob die Stadt selbst bauen oder einen privaten Investor dafür einschalten wolle. Finanzieren ließe sich die Investition durch die zu erzielenden Mieteinnahmen – genau so, wie es der Kreis Pinneberg gerade mit seiner 20 Millionen Euro teuren Kooperativen Rettungsleitstelle in Elmshorn vormache, die von Polizei, Rettungsdienst und Katastrophenschutz genutzt wird. Zudem könnte die Stadt als alleiniger Eigentümer der Stadtwerke das Grundstück einbringen, das dafür groß genug sei und direkt an der wichtigen Kreuzung B4/L76 gelegen verkehrlich bestens angebunden sei. „Da der Vertrag mit der Polizei in der Ernst-Abbe-Straße 2020 ausläuft, hätten wir genügend Zeit, das alles sorgfältig und in Ruhe vorzubereiten.“

Fraktionschefin Huemke geht noch einen Schritt weiter. Denkbar wäre, auch die Polizeistationen in Bönningstedt und Ellerau in das Projekt mit einzubeziehen. Ziel sei es, ein für Quickborn und seine Umgebung geltendes, abgestimmtes und alle wichtigen Einrichtungen der Gefahrenabwehr umfassendes Sicherheitskonzept zu schaffen.

Die CDU sieht den Vorschlag kritisch, weil das DRK für die Rettungswache an der Feldstraße langfristige Verpflichtungen eingegangen sei, so Parteichef Bernd Weiher: „Das ist ein unausgegorener Vorschlag, der sich kurzfristig nicht realisieren lässt.“

Seit zehn Jahren befindet sich die Polizeistation am Stadtrand im Ortsteil Renzel. 2255 Unterschriften hatte der Marketingverein jüngst von Bürgern gesammelt, die die Wache liebend gern wieder in der Quickborner Innenstadt haben möchten, und diese dem Innenministerium übergeben.