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Elmshorn

Stadt-Umland-Kooperation bis 2030 verlängert

Volker Hatje (Elmshorn, v. l.), Günther Korff (Klein-Offenseth Sparrieshoop) und Hans-Barthold Schinckel (Klein Nordende) unterschreiben den Vertrag

Volker Hatje (Elmshorn, v. l.), Günther Korff (Klein-Offenseth Sparrieshoop) und Hans-Barthold Schinckel (Klein Nordende) unterschreiben den Vertrag

Foto: Morten Planer / Stadt Elmshorn / HA

Bürgermeister aus zehn Gemeinden sowie der Stadt Elmshorn entwickeln auch künftig gemeinsam Wohn- und Gewerbeflächen.

Elmshorn.  Der aktualisierte Entwicklungsplan der Stadt-Umland-Kooperation Elmshorn (SUK) ist beschlossen. Er bildet die Planungsgrundlage für die Entwicklung der gesamten Stadtregion bis Ende 2030. Die Bürgermeister-innen und Bürgermeister der zehn beteiligten Gemeinden (Altenmoor, Kiebitzreihe, Klein Nordende, Klein Offenseeth-Sparrieshoop, Kölln-Reisiek, Raa-Besenbek, Seester, Seestermühe und Seeth-Ekholt) sowie der Stadt Elmshorn trafen sich am Mittwoch im Sitzungsraum in der Weißen Villa in Elmshorn zur symbolischen Unterzeichnung des Planes.

Damit wird die Zusammenarbeit innerhalb der SUK fortgeschrieben. 2009 wurde der Grundstein für eine gemeinsame Entwicklung der Stadtregion gelegt. Schon 2014 führte der Siedlungsdruck zu einer frühzeitigen Evaluation und Anpassung des bis Ende 2020 gültigen Plans. Am 21. März 2016 beschloss die Regionalkonferenz der SUK die Fortschreibung des Entwicklungsplanes. In ihm wurde der Bedarf an Wohnraum und für Gewerbeflächen analysiert, wurden potenzielle Flächen auf ihre Eignung überprüft. Sie wurden mit Vertretern der Landesplanung, der Regionalplanung und der unteren Naturschutzbehörde diskutiert, bewertet und zwischen der Stadt und den anderen beteiligten Gemeinden abgestimmt. Das Ergebnis, und damit der Entwicklungsplan für die Wohn- und Mischbauflächen sowie für die Gewerbeflächen der SUK, wurde der Regionalkonferenz der SUK am 9. Januar zur Beschlussfassung vorgelegt und einstimmig beschlossen.

Ziel ist es, durch die Abstimmung der Siedlungsentwicklung und der Inanspruchnahme von Flächen die Region im zunehmenden Wettbewerb der Regionen und innerhalb der Metropolregion Hamburg zu stärken, ihre Wirtschaftskraft und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu sichern und auszubauen sowie gemeinsam den Herausforderungen der demografischen Entwicklung besser entgegenzutreten.

So wollen unter anderem Kölln-Reisiek und Elmshorn ein gemeinsames Gewerbegebiet an der A 23, Ende Januar wird Kölln-Reisiek den Vertrag mit Elmshorn unterschreiben. Reine Formsache. Das Projekt ist fix, und die Kanalbauplanung soll 2018 stehen.

Auch im Bereich Schulen, Kindergärten, Sportstätten und Senioreneinrichtungen kooperieren die Gemeinden. So planen beispielsweise Raa-Besenbek und Elmshorn einen gemeinsamen Kita-Neubau für insgesamt 280.000 Euro auf Gemeindegebiet. Die Verhandlungen für das Grundstück haben begonnen.

Grundlage der Stadt-Umland-Kooperation ist der Entwicklungsplan für Wohn- und Mischbauflächen sowie Gewerbeflächen im Bundesforschungsvorhaben REFINA (Forschung für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement).