Pinneberg
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Er ist das neue, junge Gesicht der CDU

Florian Kirsch ist neuer CDU-Fraktionschef

Florian Kirsch ist neuer CDU-Fraktionschef

Foto: Andreas Daebeler / HA

Florian Kirsch will als Fraktionschef der Christdemokraten in Pinneberg für solide Finanzen eintreten. Er übernimmt von Andreas Meyer.

Pinneberg.  Keine Frage: Florian Kirsch senkt den Altersschnitt in Pinnebergs Politik. Gerade mal 30 Jahre jung ist der Christdemokrat, dem eine tragende Rolle zukommt. Kirsch ist neuer Fraktionschef der CDU, die in Pinnebergs Rat über die meisten Stimmen aller darin vertretenen Parteien verfügt. Was er sich vorgenommen hat? „Die Finanzen der Stadt mit Weitsicht planen“, antwortet der Nachfolger von Andreas Meyer, der den Fraktionsvorsitz aus beruflichen Gründen aufgegeben hat.

Florian Kirsch ist gelernter Kfz-Mechatroniker und mittlerweile Berufssoldat. Stationiert in Appen, bildet er dort Feldwebel und Unteroffiziersanwärter aus. Aufgewachsen ist Kirsch in Thesdorf, heute lebt er in Waldenau-Datum. Seit 2008 engagiert er sich kommunalpolitisch. Seinerzeit sei er über Kontakte zu Mitgliedern der Jungen Union zur CDU gekommen. Schon ein Jahr nach seinem Parteieintritt begann Kirsch als bürgerliches Mitglied mit der Arbeit in den Gremien. 2013 kandidierte er dann im Wahlkreis 16, unterlag dort knapp dem sozialdemokratischen Platzhirsch Herbert Hoffmann. In die Ratsversammlung zog er über die Liste der CDU dennoch ein.

Zu seinen Schwerpunkten zählt Kirsch den Städtebau. „Etwa die Entwicklung des Bahnhofsviertels interessiert mich sehr“, sagt er. Eine erste Feuerprobe hat der neue Fraktionschef bereits bestanden – die politischen Beratungen für den letztlich einstimmig verabschiedeten städtischen Haushalt 2018. „Sehr arbeitsintensiv“ seien die vergangenen Wochen gewesen. Das dürfte sich für ihn in Zukunft nicht groß ändern. Er will sich „in die Themen jedes Ausschusses einarbeiten“.

Wer sich mit dem jungen, neuen Gesicht der christdemokratischen Ratsfraktion unterhält, der merkt eines schnell: Kirsch hat es nicht so mit Papier, sondern vielmehr ein Faible für moderne Medien. Vor ihm liegt stets ein Tabletcomputer. „Damit erledige ich fast alles“, sagt Kirsch, der jede Pause für Mails nutzt. Er wünscht sich, dass Schulen mit Smartboards und modernen Beamern ausgerüstet werden. „Ich arbeite selbst mit diesen Mitteln und kann sagen, dass wir da bei der Bundeswehr mittlerweile weiter sind als in unseren Pinneberger Gymnasien.“ Er werde sich verstärkt für Digitalisierung an Schulen einsetzen.

In der Fraktion habe man ihm den Einstieg als Vorsitzender leicht gemacht, so Kirsch. „Ich fühle mich auch als junger Politiker ernst genommen.“ Selbst politische Gegner zollten Respekt. Für die Kommunalwahl 2018 sei die CDU gut aufgestellt. „Unsere Wahlkreise bekommen wir besetzt.“ Das Credo der CDU? „Von Anfang an ans Sparen denken“, antwortet Kirsch.