Pinneberg
Hasloh

Hasloher Schule: Heute fällt die Entscheidung

Neubau-Initiative: Wolfgang Jendretzky (v.l.), Katja Langefeld, Norbert Schadendorf

Neubau-Initiative: Wolfgang Jendretzky (v.l.), Katja Langefeld, Norbert Schadendorf

Foto: Burkhard Fuchs

Gemeinderat berät erneut über Neubaupläne. Schulleiterin Julia Fietz fordert, an der Sanierung festzuhalten.

Hasloh.  Festhalten an der Sanierung der Grundschule oder doch noch ein Neubau – die Entscheidung fällt am heutigen Dienstag auf der Sitzung des Gemeinderats. Eine Gruppe ehemaliger Gemeindevertreter plädiert für einen Neubau, der nach ihren Berechnungen kaum teurer wäre als die geplanten 4,2 Millionen Euro für die Sanierung. Schulleiterin Julia Fietz appelliert unterdessen an die Gemeindevertreter, an der Sanierung festzuhalten. „Die Initiative für den Neubau kommt eindeutig zu spät.“ Wenn die Sanierung, die in den Sommerferien beginnen soll, blockiert oder verzögert werden sollte, hätte das „verheerende Folgen für die Schule“, warnt sie. „Wenn es jetzt nicht losgeht, lassen wir die Eltern im Stich.“

Dagegen werben der frühere CDU-Fraktionschef Wolfgang Jendretzky und der ehemalige Bauausschussvorsitzende Norbert Schadendorf, SPD, für ihre Idee, die Schule auf dem Gelände des Robinson-Kindergartens neu zu errichten, der ganz in der Nähe des Schulhofs liegt. Die Kita solle in die Räume des früheren Kindergartens am Mittelweg umziehen, die jetzt leer stehen. Das 65 Jahre alte Schulgebäude sollte dann für das Gemeindebüro, für Asylunterkünfte, DRK, Bücherei, Geschichts- und Kulturwerkstatt renoviert werden. „Der Schulneubau könnte in 30 Monaten realisiert werden“, meint Jendretzky. Bei den Baukosten geht die Initiative von 1900 Euro je Quadratmeter aus. Die Bilsbekschule in Kummerfeld mit mehr als 3000 Quadratmetern habe 5,8 Millionen Euro gekostet. „Wir brauchen etwa 1000 Quadratmeter weniger“, sagt Schadendorf.

Verwaltung hatte Kosten für Neubau mit 6,8 Millionen Euro beziffert

CDU und FDP unterstützen die Initiative und fordern eine aktuelle Berechnung der Kosten für Sanierung und Neubau, so die Fraktionschefs Thomas Krohn und Kay Löhr. Die Quickborner Verwaltung hatte Ende 2013 die Neubaukosten mit mindestens 6,8 Millionen Euro angegeben, wie Fachbereichsleiter Ralf Gercken sagt. Die Zahlen für die Bilsbekschule seien hierbei nicht anwendbar. Seitdem hätten sich die Kosten erheblich gesteigert. Gercken wollte Montagnachmittag nochmals im Dörphus Fragen der Politik beantworten. Die heutige Sitzung des Gemeinderats beginnt um 19.30 Uhr im TuS-Heim (Sportplatz 2). Bürgermeister Bernhard Brummund kann sich nicht vorstellen, dass seine SPD-Fraktion, die über die absolute Mehrheit im Rat verfügt, den gefassten Sanierungsbeschluss für die Schule noch mal aufhebt.

Schadendorf und Jendretzky kündigen unterdessen an: Bleibe es beim Sanierungsbeschluss, würden sie einen Bürgerentscheid anstreben, wenn CDU und FDP dafür wären. „Wir werden ein Bürgerbegehren nicht unterstützen“, betont CDU-Fraktionschef Thomas Krohn.