Pinneberg
Wedel

Prüfbericht zum Wedeler Mensa-Bau liegt vor

Bürgermeister Niels Schmidt hat die interne Prüfung veranlasst

Bürgermeister Niels Schmidt hat die interne Prüfung veranlasst

Foto: Niels Schmidt/Privat,Niels Schmidt/Privat / Niels Schmidt/Privat

Bürgermeister Niels Schmidt: Es wurden keine öffentlichen Gelder verschwendet. Der Bau der Mensa verschlang 5,9 Millionen Euro.

Wedel.  Knapp ein Jahr nach der Eröffnung der neuen Mensa des Wedeler Johann-Rist-Gymnasiums liegt nun der Prüfbericht zum pannenlastigen Bauprojekt vor. Nach mehrfachen zeitlichen Verzögerungen und Kostensteigerungen hatte Wedels Bürgermeister Niels Schmidt eine interne Prüfung veranlasst. Er wollte wissen, was genau schiefgelaufen war, wer an den Verzögerungen und Kostensteigerungen Schuld trägt und inwiefern die Verwaltung selbst ihre Prozesse ändern muss. Die Ergebnisse sollen nun im Bauausschuss am Donnerstag, 4. Februar, öffentlich vorgestellt werden.

Wie aus einer Stellungnahme der Stadtverwaltung hervorgeht, soll das problembehaftete Projekt Konsequenzen haben. Denn in dem zehn Seiten umfassenden Prüfbericht, der sich detailliert mit dem Bauablauf, Gründen der Bauverzögerungen und der Kostenentwicklung befasst, werden von den Verfassern Mängel und Versäumnisse in der Kostenberechnung beanstandet. Sie sollen zu Zusatzkosten in Höhe von etwa einer Million geführt haben. Insgesamt verschlang der Anbau, der auch als Veranstaltungssaal genutzt wird, 5,9 Millionen Euro.

Prüfer empfehlen Projektleiter für Bauvorhaben

Die Prüfer gehen davon aus, dass das Bauwerk mithilfe einer externen Projektsteuerung termingetreuer fertiggestellt worden wäre. Um derartige Entwicklungen in Zukunft zu vermeiden, wird in dem Bericht deshalb empfohlen, einen Projektleiter mit erweitertem Verantwortungsbereich mit der Durchführung solcher größeren Bauprojekte zu betrauen.

„Es ist schade, dass dieses tolle Schulbauvorhaben so in die Schlagzeilen geraten ist“, zieht Schmidt ein Fazit. „In Abstimmung mit den politischen Gremien werde ich dafür Sorge tragen, dass sich das nicht wiederholt.“ Offen bleibt, ob nun jeweils eine externe Projektsteuerung eingekauft wird oder das Rathauspersonal verstärkt werden soll.

Wichtig ist dem Verwaltungschef, dass im Prüfbericht klargestellt werde, dass keine öffentlichen Gelder verschwendet worden seien. Ausschreibung, Auftragserteilung und Abrechnung seien überwiegend vorschriftsmäßig erfolgt und die Haushaltsmittel für benötigte Ausstattung verwendet worden.

Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss, 4. Februar, 18 Uhr, Sitzungsraum Vejen des Rathauses.