Pinneberg
Agenda 2016

Quickborn will in diesem Jahr weiter wachsen

Bürgermeister Thomas Köppl (r.) mit Fachbereichsleiter Ralf Gercken auf der Turnhallen-Baustelle

Bürgermeister Thomas Köppl (r.) mit Fachbereichsleiter Ralf Gercken auf der Turnhallen-Baustelle

Foto: Burkhard Fuchs

Zahlreiche neue Wohnungen im gesamten Stadtgebiet sind geplant. Das Schulzentrum-Süd wird komplett saniert und erweitert.

Quickborn.  Ortsbesichtigung auf Quickborns größter Baustelle. Für 18 Millionen Euro wird das Schulzentrum-Süd komplett saniert, erneuert und erweitert. 2020 werden dann dort außer den 670 Oberschülern des Elsensee-Gymnasiums auch die 200 Grundschüler der Goetheschule unterrichtet, deren Schulstandort dorthin verlagert wird. Für die Stadt Quickborn ist dies der Abschluss einer Rund-um-Erneuerung aller Schul- und Sportstätten, in die die Stadt Quickborn innerhalb von zehn Jahren gut 60 Millionen Euro gesteckt haben wird.

Als erstes wird in diesem Jahr die Sporthalle am Elsensee-Gymnasium in Gänze saniert und technisch in den neuesten Stand versetzt. Das Dach, die Elektrik und die Heizungsanlage sowie Lüftungstechnik und Trinkwasserleitungen werden erneuert. Auch der Hallenboden der Drei-Feld-Halle wird durch einen hochmodernen flächenelastischen Sportboden ersetzt, der eine Ballreflexion von 95 Prozent und einen Kraftabbau von 70 Prozent gewährleistet, was allein 122.000 Euro kostet. Und der Clou: „Erstmals wird Quickborn in dieser Turnhalle die Möglichkeit haben, Boxsport anzubieten“, erläutert der zuständige Fachbereichsleiter Ralf Gercken. Die dafür notwendige Verankerung und intensivere Beleuchtung werde gleich mit eingebaut. „Diese Sportart hat großen Zulauf“, sagt Gercken. „Sie braucht aber eine höhere Lichtstärke, als es beispielsweise beim Tischtennis der Fall ist.“ Die neue Sporthalle soll noch vor den Sommerferien fix und fertig sein. Dann geht es mit dem Schulgebäude weiter.

Auch der städtische Kindergarten Zauberbaum an der Kampstraße wird ausgebaut und mit einem Aufzug versehen, damit dort weitere Gruppen aufgenommen werden können.

Denn Quickborn wächst, wie Bürgermeister Thomas Köppl erfreut feststellt. Das Einwohnermeldeamt zählte zum Jahreswechsel 21.295 Bürger in Quickborn, 264 oder 1,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das liegt auch an den Neubaugebieten, die im Bau oder aktuell geplant sind. So werden an der Gertrudenstraße 92 Wohnungen entstehen. In der Torfstraße, wo die Ruine abgerissen ist, werden es 30 Wohnungen sein. Auf dem bislang freien Gelände an der Kreuzung Kieler Straße/Markstraße werden 80 Wohnungen gebaut. Die Baugenossenschaft Adlershorst wird 56 Wohnungen in der Bahnhofstraße errichten. Und im Dreieck Bahnstraße/Friedrichsgaber Straße, wo bereits Dutzende neue Einfamilien- und Reihenhäuser gebaut wurden, sollen 60 weitere Baugrundstücke erschlossen werden. „Es herrscht zurzeit eine unheimliche Dynamik“, sagt Köppl. Selbst Baulücken oder alte Problem-Grundstücke würden jetzt bebaut. Das Gelände der alten Schokoladenfabrik, wo die freue Gemeinschaftsschule einen Neubau für bis zu 800 Schüler plant, ist nicht einmal eingerechnet.

Für diesen Zulauf, der viele junge Familien nach Quickborn bringen wird, braucht die Stadt die notwendige Infrastruktur mit Kindergärten und Schulen. Zudem sollen die Park-and-Ride-Angebote ausgeweitet werden.

Dieses Wachstum gelte auch für die Betriebe, erklärt Köppl. Darum soll mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises, an der sich Quickborn beteiligen werde, noch in diesem Jahr westlich der Pascalstraße ein weiteres Gewerbegebiet geplant werden. All dies erfordere eine Gesamtplanung, die noch in diesem Jahr politisch beraten werden sollte. „Wir müssen wissen, wie sich Quickborn bis zum Jahr 2030 entwickelt und welche Infrastruktur wir dafür brauchen“, kündigt Köppl an.

Auch der Bürgermeister steht in diesem Jahr wieder auf dem Prüfstand. Am 24. April stellt Köppl sich nach zwei sechsjährigen Amtszeiten erneut zur Wiederwahl. Bislang gibt es mit der FDP-Fraktionschefin Annabell Krämer nur eine Gegenkandidatin für den Verwaltungschef, der der CDU angehört. „Ich gehe ganz entspannt da ran“, sagt Köppl, der 2010 noch in die Stichwahl musste und nur mit 19 Stimmen Vorsprung obsiegte. „Die Leute, die mich wählen, wissen, was sie bekommen.“ Er sei jetzt auch „etwas netter als in der ersten Amtszeit“, glaubt Köppl. „Es läuft relativ geölt.“