XL-Campus Pinneberg

Wabe sagt fristgerechte Millionen-Zahlung zu

Andreas Daebeler
Wabe-Geschäftsführer Marcel Graff hat eine fristgerechte Zahlung der ausstehenden Millionen zugesagt

Wabe-Geschäftsführer Marcel Graff hat eine fristgerechte Zahlung der ausstehenden Millionen zugesagt

Foto: Andreas Daebeler

Bis zum 15. Dezember muss der Bildungsträger 2,6 Millionen Euro an die Stadt Pinneberg überweisen – sonst droht dem XL-Campus das Aus.

Pinneberg.  Es ist Montagabend: Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg hat die Fraktionschefs der im Rat vertretenen Parteien ins Rathaus gebeten. Mit Marcel Graff stößt der Geschäftsführer des Hamburger Bildungsträgers Wabe hinzu. Wegen ausstehender Zahlungen ist dessen im Februar vorgestelltes 100-Millionen-Euro-Konzept für einen XL-Campus auf dem Areal der Eggerstedt-Kaserne, wie berichtet, ins Wanken geraten. Bis 15. Dezember fordert die Stadt eine Überweisung von 2,6 Millionen Euro. Der Austausch mit Graff soll Klarheit bringen. Die an der Runde beteiligten Politiker geben sich auf Nachfrage am Dienstag betont schmallippig. Es sei Stillschweigen vereinbart worden, so der Tenor.

Gerhard Thomssen (SPD) lässt sich immerhin zu einem „ich bin weiterhin optimistisch“ hinreißen. Laut Joachim Dreher (Grüne) war es „ein schwieriges Gespräch“. Uwe Lange von den Bürgernahen äußerte sich unter Hinweis auf Vertraulichkeit betont nüchtern: „Wir warten jetzt den 15. Dezember ab, eine politische Mehrheit für einen erneuten Zahlungsaufschub sehe ich allerdings nicht.“ Werner Mende sieht die Chancen auf Umsetzung des Campus-Konzepts „noch bei 70 Prozent“. In der vergangenen Woche hatten alle Fraktionen der Wabe zugesichert, an dem Projekt festzuhalten.

Marcel Graff, Geschäftsführer der Wabe, zeigte sich am Dienstag gesprächiger. Mit den Banken sei alles geklärt. „Die Zahlungen sind gesichert“, so Graff. Es gehe nur noch um Detailfragen, die erörtert werden müssten. Bürgermeisterin Urte Steinberg kommt jetzt die Aufgabe zu, diese bis zum 15. Dezember mit Graff zu klären. Womöglich berichtet Steinberg bereits am Donnerstag der Ratsversammlung. Zahlt die Wabe nicht, könnten Verträge rückabgewickelt werden – es wäre das Aus für den Campus.

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