Appen

Ein Abgesang mit internationalen Künstlern

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Thomas Pöhlsen
Cheforganisator Michael Herm (r.) und Pianist und Programmchef Henning Lucius freuen sich auf die letzte Ausgabe von „appen classics“

Cheforganisator Michael Herm (r.) und Pianist und Programmchef Henning Lucius freuen sich auf die letzte Ausgabe von „appen classics“

Foto: Eike Pawelko

Letzte Veranstaltung der Konzertreihe „appen classics“ am 11. Oktober im Bürgerhaus mit geografisch geordnetem Programm.

Appen.  Großes Finale für „appen classics“. Gleich 18 Künstler gestalten das letzte Konzert der Reihe am Sonntag, 11. Oktober, im Bürgerhaus. Wegen des Aufgebots beginnt die Veranstaltung bereits um 18 Uhr. „Wir wollen noch einmal etwas Herausragendes schaffen“, sagt Chef-Organisator Michael Herm, der schon Klassik-Stars wie Sabine Meyer, Christian Tetzlaff und David Geringas in das Dorfgemeinschaftshaus holte.

Klassik-Stars von morgen sind zu dem Abgesang eingeladen worden, etwa Sönke Tams Freier (Bass), Lucia Duchoňová (Mezzosopran), der Flötist Daniel Tomann, der Violinist Martynas Švėgžda von Bekker, das Akkordeon-Duo Kratschkovsky, die Harfenistin Gesine Dreyer und das Ensemble Los Temperamentos. Die Künstler treten in unterschiedlichen Formationen auf. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des Pianisten Henning Lucius.

International wird es entsprechend der Herkunft der Musiker auf der Bühne zugehen. Die vier Programmteile sind geografisch geordnet. Die Schwerpunkte liegen auf südamerikanischen und europäischen Werken, etwa von Fauré, Saint-Saën, Patterson, Mussorgsky, Falconieri und Velasquez. Auch nordamerikanische und japanische Komponisten sind vertreten, wie Copeland, Crumb und Takemitsu.

Mit den Veranstaltungen sollte immer auch eine Verbindung zwischen der Musik und der bildenden Kunst geschaffen werden. Im Bürgerhaus stellt diesmal Ulf Sturm aus.

Begonnen hatte appen classics 1995, bald wurden mehrere Konzerte pro Jahr organisiert. Dies war möglich wegen der herausragenden Kontakte, über die Herm und seine Mitstreiter verfügen. Doch an der Jahrtausendwende war Schluss, denn der Arbeitsaufwand wurde zu groß. 35 Konzerte hatte die Gruppe realisiert. 2010 gab es den Neustart, allerdings deutlich überschaubarer. Zwei Konzerte pro Jahr war das Ziel, eines mit Stars der Klassik und eines mit Musikern, die das Zeug dazu haben, es einmal zu werden.

Die zunehmende Bürokratie nennt Herm als Grund für das Ende der erfolgreichen Veranstaltungsreihe. Hohe Brandschutzauflagen mussten erfüllt werden. Wo früher ein Antrag geschrieben wurde, der für alle weiteren Termine Gültigkeit behielt, soll heute für jede Veranstaltung das Papier erneut ausgefüllt und eingereicht werden. Karten zu 25 Euro inklusive eines Getränks gibt es im Pinneberger Bücherwurm, Telefon 04101/232 11.

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