Pinneberg
Kreis Pinneberg

Regio Kliniken planen neuen Operations-Trakt

Die Fläche am Eingangsbereich (l.) dfes Klinikums Pinneberg soll der Standort des Neubaus werden, damit der OP-Betrieb während der Bauzeit weitergehen kann

Die Fläche am Eingangsbereich (l.) dfes Klinikums Pinneberg soll der Standort des Neubaus werden, damit der OP-Betrieb während der Bauzeit weitergehen kann

Foto: Regio Kliniken

Klinikunternehmen investiert zwölf Millionen Euro in acht neue Operationssäle im Klinikum Pinneberg, die 2018 einsatzbereit sein sollen.

Kreis Pinneberg.  Die Regio Kliniken setzen ein deutliches Zeichen für die Standortsicherung in Pinneberg. Für zwölf Millionen Euro plant der Klinik-Betrieb den Neubau seines OP-Traktes am Klinikum Pinneberg. Auf der Wiese vor dem Haupteingang soll ein zweigeschossiger Bau für bis zu acht OP-Säle sowie Aufwach- und zusätzliche Eingriffsräume entstehen, der 2018 in Betrieb und die fünf alten Operationssäle komplett ersetzen soll.

„Der neue OP-Trakt wird eine der wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen für die nächsten Jahre der Regio Kliniken sein und unsere Position als hoch spezialisierte Klinik in der Metropolregion weiter stärken“, sagt Regio-Geschäftsführerin Angela Bartels über die geplante Millionen-Investition.

Mit der Planung ist das Architektenbüro Mumm und Partner mit Sitz in Kiel und Flensburg beauftragt worden, das bereits zahlreiche Klinikneubauten realisiert hat. Im Sommer hätten die Planungen für den Um- und Neubau der OP-Säle in Pinneberg begonnen, teilt Regio-Sprecher Sebastian Kim-städt mit. „Von der Bauabteilung über die Mediziner und Pflegekräfte bis zur Hygiene sind viele Bereiche in die Vorbereitungen einbezogen.“

Dieses Team werde nun mit dem Architektenbüro den genauen Umfang des medizinischen Angebots, die Zahl der OP-Säle und weitere Details ausarbeiten, erläutert Kimstädt. Danach solle der Bauantrag gestellt werden, sodass im nächsten Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden könne. „Wir rechnen Mitte 2018 mit der Fertigstellung“, sagt Geschäftsführerin Angela Bartels.

Der alte OP-Trakt im Klinikum Pinneberg stammt aus den 1990er-Jahren und entspricht nicht mehr den neuesten Anforderungen. Seinerzeit sei er nur als Zwischenlösung geplant worden, erklärt Kimstädt. „Aber nichts hält bekanntlich länger als ein Provisorium.“ Mittlerweile machten die Teams in den bestehenden Sälen seit mehr als 20 Jahren erfolgreich Chirurgie und setzten bei der Behandlung der Patienten innovative Methoden ein.

Die freie Fläche vor dem Krankenhaus sei ausgewählt worden, weil dies einen möglichst reibungslosen Ablauf des OP-Betriebes während der Bauphase ermögliche, erläutert Jeanette Möller, die bei den Regio Kliniken die Bauabteilung leitet. „Darüber hinaus schaffen wir so Erweiterungsflächen für den Ausbau der Zentralen Notaufnahme im Klinikum Pinneberg.“

Das neue Gebäude soll die bisherigen fünf Operationssäle und den ambulanten Eingriffsraum ersetzen sowie Platz für Funktionsräume für die Diagnostik schaffen. „Dadurch können Prozesse vereinfacht und für die Patienten noch reibungsloser gestaltet werden“, sagt Kimstädt. Mit dem OP-Neubau sei auch eine Erweiterung der chirurgischen Bandbreite in Pinneberg verbunden. So würden die bestehenden OP-Säle zurzeit von der Unfallchirurgie, der Allgemeinen und Viszeralchirurgie sowie der Gynäkologie genutzt, die zusammen 7000 Patienten im Jahr operieren. Anfang 2016 kämen die Spezialisten des Wirbelsäulenzentrums hinzu, das dann in Pinneberg für alle drei Standorte neu zusammengelegt wird. Parallel dazu entstehen in Wedel Akutkliniken für Pneumologie, Innere Medizin und Geriatrie, während in Elmshorn die Urologie ausgebaut wird.

„Diese Spezialisierung von medizinischen Schwerpunkten ist nicht nur zum Nutzen unserer Patienten“, sagt Angela Bartels. „Sie stärkt auch nachhaltig alle drei Standorte für die Zukunft.“ Das sei im Hinblick auf die politischen Rahmenbedingungen wichtig, die den Kliniken in Zukunft eine Mindestzahl von Patienten in den verschiedenen Abteilungen vorschreibe.