Pinneberg
"Wir schaffen das"

Uetersen sucht Koordinator für Flüchtlingsarbeit

Die Kleine Stadthalle war pünktlich zur Einwohnerversammlung gut gefühllt

Die Kleine Stadthalle war pünktlich zur Einwohnerversammlung gut gefühllt

Foto: Thomas Pöhlsen / HA

Zahlreiche Bürger kamen zur Einwohnerversammlung zum Thema Flüchtlinge. Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge Zukunftsaufgabe.

Uetersen.  Durch ein „Bündnis der Hilfe“ oder einen Runden Tisch könnte zukünftig die Arbeit für Flüchtlinge in Uetersen koordiniert werden, hat Bürgervorsteher Adolf Bergmann, CDU, während einer Einwohnerversammlung am Freitagabend vorgeschlagen. Damit soll es eine organisatorische Unterstützung für die Bürger geben, die sich ehrenamtlich engagieren. Gesucht wird noch eine Person, die die Leitungsfunktion übernehmen könnte.

Deutlich mehr als 200 Bürger, darunter einige aus den Nachbarkommunen waren in die Kleine Stadthalle gekommen, um sich unter dem Angela-Merkel-Motto „Wir schaffen das“ über die derzeitige Situation zu informieren. Viele der Zuhörer, dies ergab sich aus den zahlreichen Fragen, engagieren sich bereits in der Flüchtlingshilfe oder wollen dies tun.

18.000 Menschen leben in der Stadt, erklärte Bürgermeisterin Andrea Hansen, SPD, 190 seien hinzugekommen. Bis jetzt könnte im Kreis dezentral untergebracht werden. „Recht positiv“ verlaufe die Anmietung von Wohnungen, sagte die Verwaltungschefin. Eine Zukunftsaufgabe sei es, im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen. „Eigentlich muss es sofort losgehen“, sagte Hansen, die dabei der Wohnungswirtschaft eine besondere Aufgabe zumaß.

„Hundertschaften“ würden sich im Kreis ehrenamtlich um die Flüchtlinge kümmern, berichtete Ludger Fischer vom Diakonieverein Migration, der die zentrale Betreuung im Kreis übernommen hat. In Uetersen sei die Arbeit besonders gut ausgeprägt. Es gebe jedoch auch Kommunen, in denen kein Willkommensteam die Flüchtlinge bei ihrer Ankunft erwarte.

Mehr als 50 Prozent der Kunden der Uetersener Tafel seien mittlerweile Flüchtlinge, berichtete der Vorsitzende Robert Möller. Sie kommen nicht nur aus der Stadt, sondern aus der gesamten Region zwischen Wedel und Elmshorn. Bereits nach drei Wochen wollten die Flüchtlinge nur noch Deutsch mit den Helfern sprechen, sagte Gudrun Kaske vom Willkommensteam. Ihr Fazit: „Die Arbeit ist wunderbar.“