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Habeck plädiert für Tage ohne Fluglärm

Fluglärm macht den Quickbornern zu schaffen. Umweltminister Robert Habeck will Abhilfe schaffen

Foto: Thomas Eisenhuth / picture alliance / ZB

Fluglärm macht den Quickbornern zu schaffen. Umweltminister Robert Habeck will Abhilfe schaffen

Umweltminister Robert Habeck hofft auf Erleichterung für die Region Quickborn durch Hamburgs Olympia-Bewerbung.

Kreis Pinneberg. Nachdem die Landesregierung in Kiel die vom Fluglärm geplagten Anwohner in Quickborn und Hasloh jahrelang weitgehend allein ließ, will sie sich nun um ihre Belange kümmern. Umweltminister Robert Habeck kündigte am Dienstag in Norderstedt an, er werde den Kontakt zum Hamburger Senat aufnehmen, um Erleichterungen für die Menschen im Umland zu erreichen, die in der Einflugschneise leben. Dazu könnte eine striktere Einhaltung des Flugverbotes nach 23 Uhr gehören sowie ein abwechselnd fluglärmfreies Wochenende für eine der vier Startbahnen, deutete der Minister an. Rechtlich habe die Landesregierung kaum Möglichkeiten, auf den Hamburger Senat Einfluss zu nehmen, wie der Flugverkehr von und nach Fuhlsbüttel auf die Bahnen verteilt wird, ist sich Habeck bewusst.

Darum sei es wenig hilfreich, auf die ungleiche Bahnverteilung hinzuweisen, die das nordwestliche Hamburger Umland benachteiligt, indem jeder zweite Flug über Hasloh und Quickborn abgewickelt wird. Auch von einer Deckelung des Flugverkehrs auf 60.000 Flüge (2014: 65.213) und 35 Prozent des Flugverkehrs (2014: 43 Prozent) hält Habeck wenig. Diese Forderung, die Quickborn, Hasloh, Henstedt-Ulzburg, Norderstedt und Ellerau 2009 gegenüber beiden Landesregierungen erhoben, sei ihm nicht einmal bekannt. Vielmehr erhofft sich der Minister ein Einlenken Hamburgs auf die Wünsche Schleswig-Holsteins im Zuge der Bewerbung um die Olympischen Spiele, "wo Hamburg was von uns will".

Mehr zum Thema lesen Sie im Hamburg-Teil auf Seite 7.

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