Pinneberg
Dreieck Bordesholm

Porsche liefert sich auf A 215 Verfolgungsjagd mit Polizei

Baustelle an der A 7 zwischen dem Bordesholmer Dreieck und der Anschlusstelle Neumünster-Nord: In unmittelbarer Nähe spielte sich die spektakuläre Verfolgungsjagd ab

Baustelle an der A 7 zwischen dem Bordesholmer Dreieck und der Anschlusstelle Neumünster-Nord: In unmittelbarer Nähe spielte sich die spektakuläre Verfolgungsjagd ab

Foto: Leng / Karsten Leng

Der Fahrer des Sportwagens war betrunken, als er ein Anhaltezeichen missachtete. Was danach folgte, bietet Stoff für einen Actionfilm.

Bordesholm. Ein betrunkener Porschefahrer hat sich am Mittwoch bei Bordesholm (Kreis Rendsburg-Eckernförde) eine filmreife Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Auf der A 215 in Richtung Neumünster habe der 50-Jährige Anhaltezeichen missachtet, teilte die Polizei Neumünster mit - und sei mit etwa Tempo 130 über den Standstreifen an einem Stau vorbeigerast, der sich durch eine akute Fahrbahnabsenkung im Baustellenbereich der angrenzenden A 7 gebildet hatte. Dann sei der Fahrer über die Baustelle gefahren, verfolgt von einem Videowagen und einem geländegängigen Streifenwagen.

Neun Polizeiautos in der Verfolgung

„Irgendwie schaffte er es schließlich wieder auf die Fahrbahn und fuhr Neumünster-Mitte von der Autobahn ab Richtung Wasbek“, erklärte ein Sprecher. Neun Streifenwagen folgten dem 50-Jährigen. Schließlich stellte der Mann seinen Wagen in Krogaspe ab und floh zu Fuß. Die Beamten holten ihn jedoch ein und nahmen ihn fest. „Er leistete keinen Widerstand, sondern entschuldigte sich spontan für sein Tun“, hieß es.

"Hier leuchten alle Lampen"

Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,34 Promille. Der Porsche, der nach Einschätzung der Polizei nur noch Schrottwert hat, wurde abgeschleppt. "Hier leuchten alle Lampen", kommentierte der Abschleppunternehmer. Der Führerschein des 50-Jährigen wurde beschlagnahmt. Er muss nun mit einer Strafanzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr rechnen.

A-7-Absenkung bereitet Probleme

Wegen der Absenkung im Baustellenbereich der A 7 kurz vor der Abfahrt Neumünster-Nord stand am Mittwoch in Richtung Hamburg übrigens nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Die Polizei bat daher Verkehrsteilnehmer, die Geschwindigkeit auf die besonderen Gegebenheiten anzupassen. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen könnte der vierte Fahrstreifen in der Nacht zu Donnerstag gegen 3 Uhr wieder freigegeben werden, hieß es.