Pinneberg
Borstel-Hohenraden

Sanierung der Landesstraße 76 verzögert sich

Besonders unter dem starken Lkw-Verkehr leidet der Asphalt

Besonders unter dem starken Lkw-Verkehr leidet der Asphalt

Foto: Bernd Wüstneck / dpa

Bei Fräsarbeiten stellten sich Probleme ein. Versorgungsleitungen befinden sich zu dicht unter der Fahrbahn.

Borstel-Hohenraden. Die Sanierung der L 76 wird später abgeschlossen werden können als geplant. Ursache sind Probleme bei den Arbeiten im Ortsteil Borstel. Beim Abfräsen der Landesstraße stießen die Arbeiter auf Strom-, Gas- und Telefonleitungen, berichtet Kersten Schmidt vom „Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr“ in Itzehoe, und zwar in einer Tiefe von 25 bis 55 Zentimetern. Eigentlich sollte der Abstand zur Straße 1,20 Meter betragen.

Die Straßenbauer sind erst einmal zum Nichtstun verurteilt, weil die Leitung von Schleswig-Holstein Netz AG, Stadtwerke Pinneberg und Telekom tiefer gelegt werden müssen. Die Schuldigen für die Verzögerung sieht Schmidt bei den Unternehmen. „Wir haben vorher nachgefragt und die Antwort bekommen, dass die Leitungen tief genug liegen“, sagt er.

Sie sind in den 1970er-Jahren vergraben worden. Es könnten damals andere Tiefenvorgaben gültig gewesen sein, so Henning Fuchs, Geschäftsführer der Stadtwerke Pinneberg. Dies mutmaßt auch Volker Mielisch von der Schleswig-Holstein Netz AG mit dem Hinweis, dass nicht nur ein, sondern gleich drei Unternehmen so flach verlegt hätten.

Schmidt will mit Probeschürfungen testen, ob sich ähnliche Probleme auch im nächsten Sanierungsabschnitt im Gemeindeteil Hohenraden stellen. Das könnte zu weiteren Verzögerungen führen. „Derzeit gibt es einen Verzug von drei Wochen“, erklärt der LBV-Mann. Ein Teil könne wieder aufgeholt werden. Eine Prognose zum Abschluss der Arbeiten mag er nicht abgeben. Ursprünglich sollte die Straße am 16. Oktober freigegeben werden.