Pinneberg
Schiffsbaukrise

Verhandlungen über Mehrarbeit bei Hatlapa

MacGregor-Hatlapa-Betriebsratschef Rainer Dreyer (r.) und IG Metall-Bevollmächtigter Kai Trulsson am späten Montagnachmittag nach der Mitgliederversammlung der Gewerkschaftsmitglieder von MacGregor-Hatlapa in Uetersen

MacGregor-Hatlapa-Betriebsratschef Rainer Dreyer (r.) und IG Metall-Bevollmächtigter Kai Trulsson am späten Montagnachmittag nach der Mitgliederversammlung der Gewerkschaftsmitglieder von MacGregor-Hatlapa in Uetersen

Foto: Burkhard Fuchs

Am Montag stimmten 200 Mitarbeiter von MacGregor-Hatlapa zu, über zusätzliche Mehrarbeit mit der Geschäftsleitung zu verhandeln.

Uetersen.  Die erste Hürde ist genommen. Einstimmig votierten 200 IG-Metaller von der 360-Mann-Belegschaft des Schiffbau-Zulieferbetriebes MacGregor-Hatlapa in Uetersen dafür, Verhandlungen mit der Geschäftsleitung über ein Standortsicherungskonzept aufzunehmen. Dazu wurde eine Tarifkommission eingesetzt, die bereits im Juli mit der Arbeit beginnen soll. Die Zeit drängt. Das zur finnischen Cargotec-Gruppe gehörende Unternehmen muss wegen der weltweiten Schiffbaukrise nach Konzernvorgaben erhebliche Kosten einsparen. Mehrarbeit von fünf Stunden pro Woche ohne Lohnausgleich, der Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Arbeitszeiten auch am Wochenende könnten dabei den Mitarbeitern bevorstehen. Eine Einigung zwischen Belegschaft, Geschäftsführung und Konzernleitung soll bis Ende Juli erreicht sein, sonst droht eine komplette Standortverlagerung der Fertigung nach Osteuropa.