Pinneberg
Tarifstreit

Post streikt: Auch in Elmshorn bleiben Briefe liegen

Verdi hat ihre Mitglieder zum Arbeitskampf aufgerufen. Von dem Streik sind auch die acht norddeutschen Briefzentren betroffen.

Die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifstreit mit der Deutschen Post ihre Drohung wahr gemacht: Sie werde die Mitglieder in einen unbefristeten Arbeitskampf führen, teilte die Gewerkschaft am Montagnachmittag mit. Damit reagiere Verdi auf die Weigerung der Post, auf ein Angebot der Arbeitnehmervertreter im laufenden Tarifstreit einzugehen. Betroffen von dem Streikaufruf sind nach Angaben der Gewerkschaft zunächst die acht norddeutschen Briefzentren, darunter das in Elmshorn, wo zwischen 750.000 und 1,5 Millionen Briefsendungen pro Tag verarbeitet werden.

In Elmshorn werden alle im Postleitzahlenbereich 25 abgegebenen Sendungen nach ihren Zielen sortiert, außerdem kommen hier die an Adressaten in der Region gerichteten Briefe an und werden anschließend weiterverteilt. Bei der Zustellung muss nun mit Einschränkungen gerechnet werden. Details zu den Folgen des Streiks konnte die Deutsche Post zunächst aber nicht nennen. „Bei den Warnstreiks haben sich die Auswirkungen in Grenzen gehalten“, sagte Post-Sprecher Martin Grundler. „Jetzt muss man erst mal sehen, was passiert.“ Sprich: Wie viele Mitarbeiter sich tatsächlich in Elmshorn an dem Streik beteiligen. Auslöser des Konflikts sind neue Tochterunternehmen der Post, in denen geringere Löhne gezahlt werden als im Konzern. (HA)