Pinneberg
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Neues Theaterstück: Banküberfall statt Altenheim?

Pinneberger Bühnen spielen die Niederdeutsche Komödie "Rommé to drütt". Vorn, v.l.: Heike Lenz, Anja Nadler, und Irene Röhrborn, hinten, v.l.: Jana Stoppel und Maximilian Nadler

Pinneberger Bühnen spielen die Niederdeutsche Komödie "Rommé to drütt". Vorn, v.l.: Heike Lenz, Anja Nadler, und Irene Röhrborn, hinten, v.l.: Jana Stoppel und Maximilian Nadler

Foto: Marvin Mertens

Pinneberger Bühnen zeigen plattdeutsche Komödie „Rommé to drütt“. Am 2. Juni ist Premiere im Geschwister-Scholl-Haus.

Pinneberg.  Drei ältere Damen sitzen zusammen, spielen Rommé und machen sich Gedanken darüber, wo sie abbleiben, wenn sie in ihren Wohnungen allein einmal nicht mehr zurechtkommen. Ins Altenheim? Das ist für Herta Lohmann, Lisa Karstens und Agnes Bargen keine Option. Geld müsste man haben, denken das Trio und schmiedet den Plan für einen Banküberfall. Ob sie diesen am Ende durchführen oder von ihrem Vorhaben abgebracht werden, wird nicht verraten. Denn von dieser Geschichte handelt das aktuelle Theaterstück der Pinneberger Bühnen.

Hartmut Tank hat das Stück „Rommé to drütt“ ausgesucht, deshalb führt er auch Regie. „So läuft das bei uns. Jeder kann ein Stück vorschlagen, dadurch haben wir ständig wechselnde Regisseure“, sagt Tank. Drei Monate lang probte die fünfköpfige Besetzung die Komödie in niederdeutscher Sprache, am Dienstag, 2. Juni, ist Premiere im Geschwister-Scholl-Haus.

Mit Anja Nadler, Heike Lenz und Irene Röhrborn mimen drei erfahrene Schauspielerinnen die älteren Damen. „Schwieriger war es, zwei junge Leute zu finden, die sich zutrauen, ein Stück auf platt zu spielen“, sagt Tank. Denn für die Inszenierung wird ein junges Liebespaar gebraucht. Fündig wurde er in den eigenen Reihen. Jana Stoppel, 28, spielt Hertas Enkelin Kerstin, Maximilian Nadler, 20, übernimmt die Rolle ihres Freundes Norbert. Beide sind trotz ihres jungen Alters erfahrene Bühnenprofis. Stoppel spielt seit mehr als 20 Jahren bei den Pinneberger Bühnen mit, Nadler seit 15 Jahren. Beide standen schon in einem niederdeutschen Stück auf der Bühne. „Der plattdeutsche Text ist schon schwieriger zu lernen als in hochdeutschen Stücken. Ich gerate dabei immer in Versuchung, englisch zu sprechen“, sagt Maximilian Nadler. Wie gut es mit dem Platt klappt, können die Besucher im Geschwister-Scholl-Haus, Bahnhofstraße 8, erleben. Eintrittskarten für neun Euro gibt es im Bücherwurm, Dingstätte 24, und unter www.pinneberger-buehnen.de. Schüler, Studenten und Senioren zahlen acht Euro.

Vorstellungen: 2., 3., 4., 5. Juni, jeweils 20 Uhr, 6. Juni, 15 und 20 Uhr, 7. Juni, 15 Uhr.