Pinneberg
Düker-Rückbau

Elbufer in Heltingen wird erneut zur Baustelle

Hetlingen, Begehung des neuen Elbedükers zwischen Hetlingen und Lühesand, Firma Gasunie, mit Bürgermeisterin Monika Riekhof, Oberbauleiter Daniel Bley, Gasunie-Sprecher Philipp Bergmann-Korn, Holger Martinsteg von der Gemeinde Hetlingen

Hetlingen, Begehung des neuen Elbedükers zwischen Hetlingen und Lühesand, Firma Gasunie, mit Bürgermeisterin Monika Riekhof, Oberbauleiter Daniel Bley, Gasunie-Sprecher Philipp Bergmann-Korn, Holger Martinsteg von der Gemeinde Hetlingen

Foto: Marvin Mertens

Rückbau des alten Dükers bei Hetlingen beginnt. Arbeiten laufen bis Mitte November. Beliebter Weg am Fluss ist für Spaziergänger gesperrt.

Hetlingen. Nachdem die Arbeiten der Firma Gasunie am neuen Elbedüker bei Hetlingen abgeschlossen sind, steht der Marschgemeinde schon das nächste große Bauprojekt ins Haus. Denn nun muss der alte Düker zurückgebaut werden – erneut ein technisch anspruchsvolles Vorhaben. Doch in Hetlingen ist man optimistisch. „Gasunie hat die Baustelle gut im Griff und die Zeitpläne in der Vergangenheit eingehalten“, sagt Michael Rahn, Freie Wahlgemeinschaft. Das Unternehmen arbeite eng mit der Gemeinde zusammen und habe die gemachten Versprechen bisher immer eingehalten. Auch Bürgermeisterin Monika Riekhof, CDU, ist optimistisch, dass der Dükerrückbau reibungslos abläuft. „Bisher liefen die Arbeiten nach Plan“, so Riekhof.

Der Rückbau des alten Dükers ist nötig, weil dieser in der Fahrrinne der Elbe weniger als fünf Meter unter dem Grund liegt. Da dies bei einer Notankerung zu Problemen führen könnte, hat das Wasser- und Schifffahrtsamt den Betreiber aufgefordert, diesen Zustand zu beheben. Dies ist mit dem neuen Düker geschehen. Mit dessen Fertigstellung geht die Verpflichtung einher, den alten Düker zurückzubauen.

Mitte Mai startet der Rückbau

Seit Anfang September 2013 wurde auf dem Gelände neben dem Hetlinger Klärwerk gearbeitet. Mit der Einbindung des neuen Dükers in das bestehende System Anfang Mai 2015 ist der Neubau praktisch beendet. Nun folgt von Mitte Mai an der Rückbau des alten Dükers.

Um die Rohre aus der Trasse ziehen zu können, muss eine große Rampe am Landesschutzdeich errichtet werden. Aufgrund dessen ist der Weg entlang der Elbe während der Arbeiten für Radfahrer und Spaziergänger nicht passierbar. „Dass der Weg am Deich für diese Arbeiten gesperrt werden muss, war von Anfang an bekannt. Gasunie hat das Problem mit der Umleitung entlang des Klärwerks gut gelöst“, sagt Riekhof. Die Umleitung für Radler und Spaziergänger führt vom Hetlinger Heuhafen um das Klärwerksgelände herum zum Hetlinger Hafen.

Schiffsverkehr wird nicht beeinträchtig

Über die Rampe werden die Röhren dann über den Landesschutzdeich aus der Trasse herausgezogen. „Wichtig ist, dass der Deich nicht beschädigt wird, aber ich bin optimistisch, dass Gasunie darauf achtet, dass der Deich sicher bleibt“, sagt Michael Rahn.

Um das Herausziehen der Röhren zu erleichtern, muss der alte Düker auf etwa einem Kilometer Länge freigebaggert werden. Dies wird durch einen sogenannten Hopperbagger, ein Baggerschiff, geschehen. „Der Schiffsverkehr auf der Elbe wird dadurch selbstverständlich nicht beeinträchtigt“, sagt Gasunie-Sprecher Philipp von Bergmann-Korn. Mit den vorbereitenden Arbeiten wird in dieser Woche begonnen, der Weg am Deich entlang wird schon von Montag, 18. Mai, an gesperrt.

Der Dükerrückbau beginnt mit dem Bau der Erdrampe über den Schutzdeich

Ende Juni sollen die Nassbaggerarbeiten auf der Elbe beginnen, der Auszug des alten Dükers ist für Ende Juli geplant. Im August soll der Düker demontiert und die Rinne auf dem Elbgrund verfüllt werden. Das Bauende ist für Mitte November 2015 geplant, danach werden noch die Baufelder und Zufahrten zurückgebaut, dies soll etwa bis Mai 2016 abgeschlossen sein.

Der Dükerrückbau ist in sieben Phasen gegliedert, beginnend mit dem Bau der Erdrampe über den Landesschutzdeich. Diese wird aus dem Aushub des Dükerneubaus errichtet. Nachdem die Röhren aus dem Elbsand gezogen wurden, werden diese in etwa sechs Meter lange Stücke geteilt und per Lkw über den Deichverteidigungsweg abtransportiert.

Für die Dauer der Bauarbeiten steht Volker Böke den Hetlinger Bürgern als Ansprechpartner für Fragen, Anregungen und mögliche Beschwerden zur Verfügung. Böke ist unter 0511/64 06 07 26 76 sowie unter info@gasunie.de zu erreichen.