Pinneberg
Kommentar

Schöne neue Glasfaser-Welt

Es ist noch gar nicht so lange her, da galten die Stadtwerke als Auslaufmodell.

Die großen Energieversorgungsunternehmen gruben ihnen das Wasser ab. So manche Kommune verkaufte wie seinerzeit die Stadt Uetersen ihre Stadtwerke oder privatisierten sie wie Tornesch. Doch die Veränderungen auf dem Energiemarkt und die neue Informationstechnologie stoppte diese Entwicklung und sorgte für eine Renaissance der kommunalen Geschäftsfelder. Plötzlich versorgten Stadtwerke wie die in Barmstedt, Wedel oder Elmshorn auch weit außerhalb ihres eigentlichen Versorgungsgebietes Kunden mit Gas und Strom. Und auch Uetersen hat jetzt wieder eigene Stadtwerke.

Ein völlig neues Geschäftsfeld bringt den Stadtwerken auch die Glasfasertechnologie, in die Pinneberg, Halstenbek, Rellingen, Quickborn und Barmstedt, zum Teil sogar gemeinsam, Millionen investieren. Das zahlt sich jetzt aus, wie das Beispiel in Quickborn zeigt. Denn damit können die Bürger nicht nur hochauflösendes Fernsehen empfangen oder schnell Daten im Internet hoch- und runterladen. Sie können auch alle möglichen technischen Systeme in ihrem Haus steuern. Schöne neue Glasfaser-Welt!