Was aus dem gespendeten Blut wird

Kranke und Verletzte erhalten nur die Bestandteile, die sie wirklich für ihre Genesung benötigen

Seit Beginn der 70er-Jahre wird Blut in der modernen Medizin nicht mehr in natürlichem Zustand verabreicht, sondern zuvor in die wesentlichen Bestandteile aufgeteilt. Der Patient erhält dann nur den Teil des Blutes, den er für die Genesung aktuell benötigt. Aus 100 Vollblutspenden entstehen 100 Konzentrate mit roten Blutkörperchen und weitere 100 Einheiten Blutplasma, die zum einen als Frischplasma für die Patientenversorgung, zum Beispiel in Krankenhäusern, und zum anderen zur Herstellung von Eiweißpräparaten durch die Pharmaindustrie benötigt werden. Außerdem werden noch Konzentrate aus Blutplättchen hergestellt, für die aber nur ein geringer Anteil der Blutspenden infrage kommt. Laut DRK verursacht jede einzelne Spende zunächst einmal Kosten in Höhe von rund 100 Euro. Diese werden durch den Verkauf der Blutprodukte ausgeglichen. Gewinne dürfen nicht erwirtschaftet werden.